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Sonntag, 25. November 2018

DIY: Ein etwas anderer Adventskalender für den Hund


Jetzt ist es nur noch ungefähr ein Monat bis Weihnachten, überall wird geschmückt und die Meisten haben den einen oder anderen Adventskalender schon im Haus. Auch Kalender für Hunde sind zur Zeit total beliebt. Ich habe bisher nie einen gekauft. Kiwi bekommt ja sowieso jeden Tag etwas Leckeres und bisher hat mich der Inhalt der gekauften Adventskalender mich nicht beeindruckt. Deshalb habe ich mich entschieden lieber einen selbst zu basteln. Ich mag die Idee den Kalender mit gemeinsamen Aktivitäten mit dem Hund zu füllen.

Dieses Jahr gibt es also einen etwas anderen Adventskalender für Kiwi, der mich gleichzeitig mit einbezieht. Wir werden also miteinander Zeit verbringen, das Handy wird still und leise auf einer Kommode im Gang liegen, denn eine bewusste gemeinsame Pause vom Alltagsstress ist selten eine dumme Idee.

Wir werden uns also jeden Tag eine kleine Aktivität vornehmen, die Kiwi besonders gerne mag. Zwar versuche ich ihre Tage generell inhaltsreich und variert zu gestalten, aber noch mehr Bewusstsein und durchdachte Tage schaden nie. Mir ist es wichtig, dass die Aktivitäten dazu alltagstauglich sind, also leicht durchzuführen, denn der Alltag ist für die Meisten stressig und vor Weihnachten besonders. Vielleicht kann der Kalender zum Weitermachen animieren, inspirieren und euch die Wartezeit etwas verschönern.

Der Kalender soll Aktivitäten enhalten, die der HUND mag, also nicht Dinge, die ihr einfach cool findet, sondern wirklich etwas was der Hund gerne macht. Ein Spaziergang in der Nachbarschaft? An einem ganz neuen Ort? Den Garten von Freunden abschnüffeln? Leckerlies suchen? Ein verstecktes Spielzeug finden?

Kein Hund ist gleich, somit findet der eine Hund eine Runde Schnüffeln in der Stadt klasse, der andere möchte aber lieber auf einem Feld nach seinem Spielzeug suchen. Der eine findet andere Hunde und Menschen klasse, der andere will einfach nur alleine mit dem Besitzer durch den Wald zotteln. Versuche Dinge zu finden, die DEIN Hund mag, und vor allem meistert. Dieser Kalender handelt nicht darum so gut wie möglich prestieren, sondern gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen. Qualitätszeit ist wichtig für alle Beziehungen, auch für die zum Hund.

Hier kommen einige Beispiele für den Inhalt unseres Kalenders:

Draussen:
  • "Suche zu Hause"
    an einem ganz neuen Ort spazierengehen
  • am Lieblingsort des Hundes spazierengehen
  • eine abendliche Schnüffelrunde in der Stadt
  • der Hund darf entscheiden wo der Spaziergang lang geht
Aktivitäten mit Freunden
  • den Lieblingsmensch des Hundes besuchen
  • eine Spielverabredung mit dem besten Freund des Hundes
  • ein Spaziergang mit Hunden, die der eigene gerne hat
Drinnen:
  • Kuschelzeit im Sofa
  • Hindernissparcour drinnen/draussen
  • Frühstück in einem Spielzeug
  • ein paar Runden mit einem Intelligenzspielzeug
  • einen Kong mit etwas Leckerem befüllen
  • ein Spielzeug/Futter/Kong verstecken und suchen
  • ein Spielzeug/Futter in Pappschachteln oder/und Klopapierrollen verstecken
  • den Lieblingskauknochen am Samstag
  • Leckerliesuche drinnen/draussen
  • Leckerlies backen (Hund muss Schüsseln säubern und den Teig testen!)
Training
  • Nosework im Stall
  • Nosework bei Freunden
  • einen neuen Trick lernen
  • diesen üben
  • ....
Wie viele unterschiedliche Aktivitäten ihr im Endeffekt wählt ist euch überlassen, einige kann man gerne wiederholen, so dass es zum Schluss 24 sind. Es ist nicht unbedingt einfach auf 24 unterschiedliche zu kommen.

Jetzt lässt du deiner Kreativität freien Lauf und bastelst einen Kalender. Du kannst zum Beispiel ein leeres Glas nehmen und es mit 24 kleinen Zettelchen füllen. Auf jedem Zettel steht eine Aktivität, die ihr dann im Laufe des Tages machen müsst. Eventuell kannst du auch einfach eine Liste schreiben und jeden Tag eine Linie wegstreichen. Oder einen Paketkalender mit einem Zettel und Leckerlie für jeden Tag.

Ich habe ein leeres Glas gewählt und es mit kleinen Zetteln gefüllt. Rote und goldene Pappe hatte ich noch, eine kleine Holzfigur und künstlichen Schnee auch, somit konnte ich das Glas etwas verschönern. Das brauchst du aber nicht, der Inhalt ist am Wichtigsten.

Die Aktivitäten, die draussen stattfinden, habe ich markiert. Somit kann ich es umgehen diese an gangz kalten Tagen zu ziehen. Bei uns ist es nämlich inzwischen so eisig und Kiwi hat so schlechte eingebaute Wärme, dass ich darauf Rücksicht nehmen muss. Falls der Dezember meint so richtig kalt zu werden, habe ich auch ein paar extra Zettel mit Innenaktivitäten. Im Allgemeinen habe ich aber versucht eine gute Mischung zu finden. Ein paar Aktivitäten gibt es doppelt, zum Beispiel Kiwi die Runde entscheiden zu lassen. Einige beinhalten, dass Freunde Zeit haben. Natürlich wird das nicht immer passen, an solchen Tagen wird dann einfach die Absprache für einen anderen Tag gemacht und ein neuer Zettel gezogen. Am Tag der Absprache hüpft man dann einfach über das Zettelziehen.

Ich denke Kiwi wird das gefallen, und ich hoffe natürlich euch auch. Viel Spass beim Basteln! Zeigt uns gerne eure Ergebnisse und komtm auch gerne mit Ideen für mehr Aktivitäten. Eine schöne Vorweihnachtszeit!



Montag, 17. September 2018

Nähanleitung: Mantel für den Hund



Da Kiwi irgendwie keinem der Standardformate für Hundemäntel entspricht, und ich gerne meine Kreativitet herausfordere, zeige ich euch in diesem Eintrag wie ich ihre Mäntel nähe. Inzwischen sind es einige Exemplare für sie, sowohl auch ein paar andere Hunde, geworden. Dieser Mantel, den wir gleich nähen, ist relativ einfach und schnell genäht. Zwar habe ich über die Jahre doch einige kleine Änderungen an Kiwi's Muster vorgenommen, aber so viel hat sich nicht geändert.

Ich möchte für meine Hunde Kleidung, die gut sitzt, ein bisschen was aushält und vor allem ihren Zweck erfüllt. Inzwischen nähe ich sehr viel in Wolle, da Wolle gut wärmt und auch nass diese Funktion nicht verliert. Auch ihre Pfotensocken sind in Wolle. Bei einigen Mänteln habe ich Gore-Tex als äusserste Schicht, um  auch eine wasserabweisende Funktion hinzuzufügen. Wir haben aber auch ein paar Mäntel in nur Fleece oder Kombination mit Dore-Tex. Den Mantel, für den ich euch heute eine Anleitung zeige, habe ich in solch einer Kombination genäht.

Bei dem Design des Mantels sind euch keine Grenzen gesetzt. Wählt den Stoff (oder die Stoffe) und die Farben die ihr gerne mögt, näht schicke Knöpfe drauf oder bestickt sie. Solange der Mantel den Hund wärmt oder vor Regen beschützt ist das Meiste erlaubt. Ich mag Lilatöne und kleine Verzierungen, aber zu viel Glitzer und zu kitschig ist eher nicht mein Ding. Kiwi ist schon sehr gemustert, so dass ich einfarbige Stoffe an ihr angenehmer finde. Zu viele Perlen passen nicht zu ihrem Image, aber auf ein paar konnten wir uns einigen. 

LOS GEHT 'S!
Machen wir uns ans Werk. Das hier braucht ihr:
  • eine gute Schere, ein Massband, Stift und Papier (Backpapier funktioniert super)
  • Stoff für den Mantel (hier habe ich Gore-Tex für die äussere Schicht und Fleece für das Futter verwendet)
  • Nähnadeln
  • Klettverschluss
  • Nähmaschine
  • eventuell ein paar Knöpfe oder Perlen

1. MUSTER ZEICHNEN
Um einen Mantel für genau deinen Hund nähen zu können müssen wir uns natürlich ein Muster basteln, und dazu brauchen wir ein paar Masse. Wenn der Hund schon einen Mantel hat mit dem du sehr zufrieden bist kann dieser gerne als ein Ausgangspunkt verwendet werden, eventuell mit ein paar Anpassungen. Sonst musst du dir deinen Hund und das Massband schnappen und einmal von vorne bis hinten vermessen.

Für den Mantel brauchen wir 3 Stücke. Auf der Abbildung habe ich diese aufgezeichnet. Ich bevorzuge ein Halsstück an dem Mantel, man muss es aber nicht haben. Denkt dran, dass ihr den Stoff doppelt legen müsst, wenn ihr den Hauptteil ausschneidet (Entlang der Linie A faltet ihr den Stoff).

Diese Masse braucht ihr:

Hauptteil
  • Rückenlänge A bis B (Nacken bis Schwanzansatz)

  • Wie weit runter der Mantel auf dem Oberschenkel des Hundes runterhängen soll, also von oben auf dem Hintern und runter

  • Genau das Gleiche vorne auf der Schulter

  • B bis C ist cirka der halbe Umfang des Halses

  • C bis D messen wir unterhalb des Kinns bis zum Brustbein cirka

  • D bis E ist die Rückenlänge plus das, was über den Hintern des Hundes hängen soll
Bauch-/Brustteil
  • Von der Brust bis dahin messen, wo das Bauchstück aufhören soll (bei Hündinnen kann das gerne etwas länger sein um den ganzen Bauch zu bedecken)

  • Abstand zwischen den Beinen messen, um die Breite des Stückes zu bestimmen

  • Einmal um die dickste Stelle des Brustkorbes messen und ein paar Centimeter dazu geben

  • Wie breit der „Streifen“ um den Bauch sein soll ist eine Geschmackssache, bei Rüden daran denken, dass mitten auf dem Bauch etwas hängt und das genug Platz braucht 
Halsstück
  • Umfang des Halses ausmessen, beziehungsweise kann man hier frei wählen ob das Stück geschlossen oder offen sein soll. Soll es geschlossen sein, muss das Stück mindestens die Länge des Halsumfangs haben (bei grossen Köpfen des Kopfumfang) und gerne ein paar Centimeter mehr, so dass das Stück nicht zu eng ist.

  • Die Breite des Stückes sollte angenehm für den Hund sein, für viele Hunde reicht die Länge des Nackens
ACHTUNG! An die Nahtzugabe denken, sonst wird der Mantel zu eng. Fällt es dir schwer auf weissem Papier zu zeichnen kann kariertes Papier besonders für die Linien besser funktionieren.

2. STOFF ZUSCHNEIDEN 
Das Muster ist fertig, jetzt zeichnen wir auf dem Stoff auf und schneiden unsere Stücke aus. Denkt dran den Stoff für das Hauptteil doppelt zu legen. Auch brauchen wir jedes Stück in beiden Stoffen. Also in Gore-Tex und in Fleece. Wenn man keine Fütterung, beziehungsweise doppelte Schicht möchte, verwendet man natürlich nur den einen Stoff.

3. SCHICHTEN ZUSAMMENNÄHEN
 Wenn du zwei Stoffe gewählt hast musst du die beiden Schichten zusammennähen. Hier hast du zwei Möglichkeiten. Entweder nähst du die beiden Stoffe einfach auffeinander und benutzt dann ein Zierband für die Kante, oder du nähst sie auf rechts, lässt ein kleines Stück ungenäht und stülpst sie dann um. Ich mache letzteres. Pass gut auf, dass die beiden Stoffe gut und vor allem überall zusammenhängen, so umgehst du es später kleine Löcher zu entdecken.

4. PROBIEREN, PROBIEREN, IRGENDWANN KLAPPT ES
Jetzt haben wir alle die Stücke, die wir brauchen, und können mit der Näherei beginnen. Schneid die zwei Mal zwei Streifen mit Klettverschluss zurecht, den brauchen wir für die Brust und den Bauchstreifen.

  • Teil 1 und 2 aneinander nähen, gleichzeitig kann der Klettverschluss vernäht werden. Du kannst aber auch Beides einzeln machen. Denk daran die andere Seite des Verschlusses auch anzunähen.

  • Klettverschlüsse an den Enden des Bauchstreifens festnähen.

  • Den Kragen/Hals montieren und festnähen

  • Wenn du zum Beispiel Reflektorenstreifen auf dem Mantel möchtest, können diese jetzt befestigt werden. Es gibt welche die kleben, meiner Erfahrung nach sitzen diese aber eher schlecht. Ich habe sie einfach angenäht.

  • Damit der Mantel am Hinterteil etwas besser anliegt, habe ich zwei Faltkanten am Ende des Mantels genäht. Auch kann man auf der Innenseite des Mantels ein Gummiband festnähen, was dann um das Bein des Hundes liegt und den Mantel enger am Körper liegen lässt.

  • Dann wird verziert. Ich wollte ganz gerne, dass der Mantel hinten an den Beinen etwas schwerer ist, so dass er an den Hinterbeinen gut hängt. Dafür habe ich ein paar Perlen verwendet und den Mantel bestickt. 

    Knöpfe, Stoffetzen oder anderes kann dem Mantel einen coolen Look geben, lasst eurer Kreativität freien Lauf!


So, der Mantel ist jetzt fertig und ich hoffe ihr zufrieden! 
 

Samstag, 10. Dezember 2016

Backtag


Ich hab gehört, dass ihr Menschen immer ganz fleissig backt in der Weihnachtszeit. Deswegen habe ich Mutti mal gesagt, sie soll doch Saga und mir auch mal ein paar Kekse backen. Das hat sie sogar wirklich gemacht, also nun haben Saga und ich unsere eigenen Kekse. Und ich habe sogar welche, die nur mir gehören. Ok, Saga hat auch ganz eigene Kekse, die darf zur Zeit nämlich nur Lammfleisch fressen.

Natürlich habe ich Mama so gut wie möglich geholfen: Teig abgeschmeckt, Schüsseln ausgeschleckt, den Backvorgang überwacht und selbstverständlich die Kekse getestet. So wie sich das eben gehört!

In diesen Keksen sind nur gesunde Sachen drinne: ganz viel Fleisch, Süsskartoffeln und Chiasamen (um die Pampe zusammen zu halten), und etwas Wasser.

Wir lieben diese Leckerlies und die anderen in der Hundeschule, die durften auch probieren, mochten die auch total gern.

Mama backt immer grössere Mengen um den grössten Teil davon einzufrieren. Dafür benutzt sie so ganz kleine Dosen, von denen nehmen wir dann einfach eine oder zwei aus dem Gefrierfach, aber auch Tüten. So halten sich die Leckerlies länger, wir futtern ja nicht gerade die grössten Mengen. Ich würde ja gern, aber Mama will mir einfach nicht alle auf einmal geben.

Ich darf mich aber nicht zu laut beschweren, im Kühlschrank liegen nämlich noch frische Elchknochen für mich, und für Saga natürlich Lamm. Die kriegen wir nachher, wenn wir wieder vom Spazierengehen (im Regen!) und Einkaufen zurück sind. Euch einen kuscheligen Samstag!