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Dienstag, 21. Mai 2019

Schon wieder ein Jahr älter

Und da ist er wieder: Kiwi's Geburtstag. Dieses Jahr ist es der 4. und irgendwie verstehe ich nicht ganz wo die letzten Jahre abgeblieben sind.

Ein Jahr älter, auch weiterhin kein graues Haar und gewachsen ist sie auch nicht, zumindest nicht körperlich. Geistig ist das Fräulein weiter gereift und hat besonders im Laufe der letzten so circa 6 Monate ein paar grosse Sprünge gemacht. Selbstbewusster ist sie geworden und bleibt in einigen, für sie vorher schwierigen, Situationen gelassener. Das kleine Äffchen spielt und tobt weiterhin gerne, ist vielleicht aber ein kleines bisschen ruhiger geworden.

Ich bin als Hundemami natürlich sehr stolz auf das Schlitzohr und dankbar jeden Morgen von ihm geweckt zu werden. Natürlich bin ich auch ewig dankbar überhaupt mein Leben mit ihr teilen zu dürfen. Alles Liebe und Gute mein kleiner Zwerg, jetzt gibt es erst einmal Leckereien!


PS: Ich habe strengen Bescheid gekriegt bloss nicht zu schnulzig und viel zu schreiben!

Samstag, 7. Juli 2018

Alles steht auf dem Kopf

Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben, haben wir ja jetzt eine kleine Schwester im Haus. Grosse Freude und alles ist perfekt? 
 

Ganz und gar nicht. Die kleine süsse Maus hat relativ kurz nach Ankuft ihre Koffer ausgepackt und gezeigt was sie so alles an Gepäck dabei hat. Vor ein paar Wochen packte sie noch einmal mehr aus und das Chaos ist perfekt. Die Maus ist unheimlich unsicher und teilweise sehr ängstlich, sehr leicht gestresst und überfordert, in vielen Situationen total hilflos und hat im Allgemeinen grosse Probleme zur Ruhe zu kommen. Gut sozialisiert ist sie definitiv nicht, und ich frage mich was in ihrem alten Zuhause so alles passiert ist. Menschen sind in Ordnung, andere Hunde überhaupt nicht. Zumindest am Anfang. Neue Umgebungen und ganz normale Spaziergänge mit ihr sind eine riesengrosse Herausforderung. Trennungsangst bringt sie auch mit, und seit ein paar Wochen, stresst sie sehr beim Autofahren. Ich habe mit anderen Worten die Hände voll. Zwar hat siche einiges an Unruhe in den fast 3 Monaten, die sie jetzt bei uns ist, schon gelegt. Aber vor uns liegen noch einige grosse Baustellen.


Kiwi meistert das Ganze bisher überraschend gut. Ich bin beeindruckt wie schnell sie raus hatte, dass Leela aus jeder Fliege einen Elefanten macht. Oder wie man auf Norwegisch sagt: «Sie ruft wegen allem Wolf!». Es gibt aber einige wenige Situationen in denen ich deutlich sehe, dass es für Kiwi schwer ist ruhig zu bleiben und sich nicht verunsichern zu lassen. In vielerlei Hinsicht ist Kiwi Leela eine gute Stütze und ein gutes Vorbild. Kiwi ist in vielen Umgebungen, speziell zu Hause, sehr entspannt. Wenn sie müde ist oder ihr etwas zu viel ist, zieht sie sich einfach in ihren Schlafbereich zurück. Das hat Leela sich mit der Zeit abgeguckt und macht es ihr nach. Somit habe ich jetzt zwei Langschläfer, die man meist unter meinem Bett wiederfindet. Auch jetzt auf der Hütte sitze ich plötzlich ganz alleine auf der Veranda und die Mädels schlummern drinne im Sofa.

Am Anfang kam Leela bei uns im Haus sehr schlecht zur Ruhe. Ich habe mehrere Tage den ganzen Tag mit ihr irgendwo rumgelegen, damit sie sich endlich entspannen und etwas schlafen kann. Nachts ging es ganz gut. Nach ein paar Wochen legte sie sich zu Kiwi unters Bett, und inzwischen kann sie dort mehrere Stunden schlafen ohne die ganze Zeit gucken zu müssen was ich mache. Auch im Garten ist sie inzwischen etwas entspannter und bellt endlich nicht mehr wegen jedem Kleinkram. Spaziergänge sind immernoch cirka unmöglich, sie bellt, fiept, jault und rennt hektisch hin und her. Das ist eine der Situationen in der ich sehe, dass Kiwi sich stressen/verunsichern lässt.
In neuen Umgebungen, solange es nicht Spaziergänge sind, braucht sie teilweise lange Zeit um sich zurecht zu finden. Fahren wir jemand besuchen geht es relativ schnell gut, auf der Hütte jetzt auch. Nehme ich sie aber woanders aus dem Auto um sie schnüffeln zu lassen schafft sie maximal 5 Minuten ohne unruhig zu werden, meist an Orten wo andere Menschen sind.

Anfangs war das Autofahren kein grosses Problem. Sie wollte lieber mit Kiwi zusammen in einer Box sitzen, da schien Kiwi nichts gegen zu haben, also tut sie das seitdem. Sie sass am Anfang, legte sich aber nach einer kurzen Zeit hin und schlief. Vor etwas über 3 Wochen fing sie aber an am ganzen Körper zu zittern und zu hecheln, egal wie lange wir fuhren. Das hat sich wieder etwas gebessert nachdem sie vor etwas über einer Woche zur Behandlung bei einer Ostepathin war. Auch war sie beim Hundesitter vorletzte Woche so unruhig, dass ich sie früher abholen musste, denn sie beruhigte sich gar nicht. Das ist bisher nie passiert und lies mich natürlich stutzig werden. Deshalb habe ich sie tierärztlich, sowie osteopathisch untersuchen lassen, da ich mir etwas unsicher bin ob sie wirklich einfach psychisch total durcheinander ist, oder ob da eventuell mehr hinterstecken kann.

Bisher haben wir nichts finden können, und auch die Ostepathin konnte nichts auffälliges finden. Somit gehe ich davon aus, dass die Probleme in der Psyche zu finden sind. Um ganz ehrlich zu sein macht es die Sache nicht unbedingt leichter, denn es geht unheimlich langsam vorwärts und in einigen Bereichen fast gar nicht. Eventuell kann ich jetzt verstehen warum dieser Hund ein neues Zuhause brauchte, hätte ich vorher gewusst was auf mich zu kommt weiss ich nicht ob sie heute bei uns wäre.

Kiwi und Leela verstehen sich total gut und sind teilweise einfach nur zuckersüss zusammen. Doch leider sehe ich, dass Leela nicht der Hund ist den Kiwi an ihrer Seite bräuchte. Und das einfach und alleine aufgrund der Unruhe und Unsicherheit, die Kiwi teilweise selbst verunsichert. Kiwi ist aber eigentlich auch nicht der Hund den Leela an ihrer Seite bräuchte. Leela bräuchte jemand der so gelassen und entspannt durch die Welt wandert, dass man beim Zugucken fast einschläft. Und das ist Kiwi definitiv nicht. Leider.

Aber auch wenn die Beiden einander nicht auf allen Gebieten gut tun, ist die Kleine nun einmal jetzt bei uns und wir müssen das Beste draus machen. Das heisst, dass wir im Moment unheimlich viel zu Hause sind und wenig spazieren gehen, da Leela ungern lange im Auto warten möchte. Ich gehe getrennt mit den Mädels, da mir das Risiko, dass Kiwi auch anfängt alles anzukläffen, einfach zu hoch ist. Regelmässig fahre ich an Orte wo die Mädels ordentlich laufen und sich austoben können, denn Kiwi braucht ihren Auslauf und kommt da im Moment etwas zu kurz. Wir fahren immer wieder an neue Orte um dort eine kleine Runde zu schnüffeln und damit Leela sich an neue Umgebungen gewöhnt. Das Autofahren bauen wir neu auf, doch leider gibt es immer mal Situationen in denen ich es nicht umgehen kann. Nach der Behandlung kommt sie glücklicherweise etwas besser damit klar.

Das Zuhause alleine bleiben üben wir natürlich auch vorsichtig, dort sind wir aber noch sehr am Anfang. Im Vordergrund stand erst einmal sie bei uns ankommen zu lassen und sich endlich entspannen zu können. Andere Hunde trifft sie immer wieder mal, aber nur in kontrollierten Umgebungen und sehr selbstsichere und freundliche Hunde. Denn anderen Hunden gegenüber ist dieser kleine Zwerg eine Katastrophe.

Zwar bin ich darauf eingestellt einiges mit dieser Maus zu arbeiten, muss aber auch ehrlich zugeben, dass unsere Lebensqualität sehr darunter leidet. Für eine gewisse Zeit sollte man immer drauf vorbereitet sein sich anpassen zu müssen, wenn ein neuer Hund in das Leben tritt. Doch merke ich, besonders dadurch, dass ich alleine bin, dass wir plötzlich fast gar nichts mehr von dem, was wir normalerweise unternehmen, machen können. Leela wird es einfach zu viel und das zeigt sich meist auch lange nachdem wir wieder zu Hause sind.

Natürlich meldet sich immer wieder der Gedanke ob es Leela woanders vielleicht besser gehen könnte, doch möchte ich sie natürlich ungern wieder abgeben. Besonders wenn sie so schlecht mit der Welt klar kommt. Doch muss ich auch an Kiwi und mich denken. Deshalb habe ich beschlossen mir den Sommer anzugucken wie sich die Dinge entwickeln, damit meine ich natürlcih nicht, dass ich erwarte, dass alle Probleme sich lösen. Aber ich hoffe zu sehen, dass sie sich besser und besser, in kleinen Schritten, an unser Leben anpassen kann. Hört sich vielleicht drastisch und hart an, aber erst einmal gehe ich davon aus, dass wir das irgendwie hinkriegen und dieser kleine Floh für immer bei uns bleibt.

Mittwoch, 16. August 2017

Ein Lebenszeichen


Wie Einige von unseren lieben Lesern vielleicht schon wissen sind Kiwi und ich jetzt alleine. Saga ist vor knapp drei Monaten ganz friedlich in meinen Armen für immer eingeschlafen. 

Ein letzter Artemzug, ein letzter Herzschlag, unendlich viele Tränen. Mein Herz, mein Seelenhund, mein allergrösster Schatz auf dieser Erde ist nicht mehr an meiner Seite, und es zerreisst mir das Herz.

Ihren achten Geburtsatag am 12. Juli haben wir nicht erreicht. Ein Tag den ich so sehr hoffte gemeinsam mit ihr zu verbringen. Und natürlich nicht nur diesen, sondern noch viele weitere. Wir haben es leider nicht geschafft, ihr Körper war zu schwach.



Ich habe zur Zeit sehr wenig Energie und auch fehlt mir die Motivation gross zu fotografieren, zu schreiben und im Allgemeinen viel zu unternehmen. Alles fällt mir im Moment einfach schwer. Ich hoffe natürlich, dass Ihr das verstehen und euch gedulden könnt. Irgendwann werde ich mich wieder mehr dem Blog widmen, aber die letzten Monate und jetzt gerade versuche ich nur in meinen Tränen nicht zu ertrinken und den Übergang zum Einzelhund für Kiwi so okay wie möglich zu gestalten.

Die letzten und auch die ersten Tage waren auch für sie etwas speziell. Sie war ungewöhnlich leise und ruhig, was natürlich auch am Schlafdefizit und dem emotionellen Stress aller gelegen haben kann. Nach ein paar Tagen wachte sie wieder etwas auf und war relativ schnell wieder ganz die Alte. 

Bisher schlägt Kiwi sich sehr tapfer und scheint ganz gut damit klar zu kommen dem Rest der Welt jetzt alleine gegenüber zu stehen. Es gibt immer wieder Situationen in denen ich deutlich sehe, dass sie sich jetzt nicht mehr hinter der grossen Schwester verstecken kann. Aber im Grossen und Ganzen scheint es für sie ok zu sein erst einmal als Einzelhund zu leben. 

Was wir die letzten Monate so gemacht haben und was in der nächsten Zeit passieren wird werden wir euch mit der Zeit berichten. Auch wird Saga ein paar eigene Einträge bekommen, aber erst, wenn sich das für mich richtig anfühlt. 

Bis bald ihr Lieben, passt gut auf euch auf!


Sonntag, 21. Mai 2017

2 Jahre und sozusagen ERWACHSEN?!


Zwei Jahre ist es her, dass das kleine fleckige Schlitzohr geboren wurde. Wie die Zeit vergeht!
Meine kleine Kiwi-Maus (so darf ich sie offiziell sonst nicht nennen, Teenager eben!) ist jetzt also sozusagen "erwachsen", oder so, ich glaube dieser Zwerg wird das niemals. Aber wer weiss, in diesen zwei Jahren ist bisher sehr viel passiert und sie ist um Einiges reifer und erwachsener geworden, vielleicht wird sie es ja irgendwann ganz.

Meinetwegen darf sie gerne so verspielt, verschmust und verrückt bleiben, nur etwas weniger Unsinn könnte sie anstellen, also damit meine ich Tesafilmrollen zu entrollen, meine Kugelschreiber  klauen und anzukauen und ihre ganzen "Schätze" unter meinem Bett zu verstecken. Auch fände ich es angenehm nicht mehr auf Kaunknochen aufzuwachen.

Ihre sonstige "brauchbare" Kreativität muss sie aber für immer behalten und auch die Freude, die sie an so vielen Dinge hat. Auch ihre Abenteuerlust darf sie gerne behalten, so dass sie auch weiterhin jeden Mist mit mir mitmacht. Die Sonnenstrahlen und Freude, die sie liebevoll an alle verteilt, darf sie natürlich auch nie verlieren. Denn diese hat schon mehreren wieder ein Lächeln auf den Mund gezaubert.

Jetzt ist die kleine Maus also schon zwei Jahre alt, in vier Monaten sind es dann auch zwei Jahre her, dass ich "nur mal gucken" war. Jeder Tag mit ihr ist ein Geschenk und ich hoffe, dass wir davon noch sehr, sehr, sehr viele gemeinsam verbringen. Ich liebe dich, mein Zwerg!







 


Sonntag, 26. März 2017

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Saga ist krank. Das dürften die Meisten mitbekommen haben. Saga ist schon seit vielen Jahren krank, aber im Moment sieht es so aus als könnten wir den Kampf bald verlieren.

Erst kam vor im Alter von 1,5 Jahren die Hypothyriose, dann heftige Allergien und im letzten Herbst IBD, chronische Entzündungen im Darm. Die Hypothyriose und auch die Allergien sind jahrelang akzeptabel behandlelt gewesen, die IBD ist nach der ersten Rund friedlich. Aber leider haben die Allergien sich in dem letzten halben Jahr verschlimmert und sind im Moment nicht unter Kontrolle zu kriegen. Vor knappen zwei Monaten war ein Zahn kaputt und wir hofften, dass dieser eventuell der Grund für vieles sein könnte. Nach der Op ging es ihr auch erst einmal gut, aber leider blieb der Juckreiz und die extreme Unruhe. Auch ein etwas schlecht eingestellter Stoffwechsel (laut TA war dieser eigentlich, trotz viel zu hoher Werte, gut eingestellt), war nicht der Grund. Also wurde die Dosis des Allergiemedikaments wieder erhöht, half aber leider nicht gut genug und somit hörten wir mit diesem auf. Ein neues, was sie aber schon ganz am Anfang mal bekommen hatte, wurde noch einmal probiert, wieder keine Wirkung.

Vor einer knappen Woche hat sie also mit dem letzten Medikament angefangen, was uns in der Schulmedizin noch zur Verfügung steht. Dies hilft, aber auch leider nicht genug. Das heisst also, dass es schlecht aussieht und wir Saga im Moment nicht gut genug helfen können. Zwar können wir den Juckreiz einigermassen stillen und sie hat somit davon Ruhe, aber die Medikamente haben Nebenwirkungen und auch an ihrem Verhalten sehe ich, dass es zur Zeit nicht ideell ist.

In meiner Vezweiflung habe ich also am Dienstag Are Thoresen angeschrieben, der für einige Deutsche ein bekannter Name sein sollte, einen der besten, wenn nicht der beste, und wenigen holistischen Tiermediziner hier in Norwegen. Er bat mich Kontakt mit seiner Tochter aufzunehmen, was ich auch sofort tat. Gestern haben wir uns also auf den Weg gemacht, morgens um halb 10 ging es los und nach ungefähr 12 Stunden waren wir wieder zu Hause. Von den Stunden sassen wir ungefähr 7 im Auto. Ein ziemlicher Akt mit einem nicht gesunden Menschenkörper, aber was wuppt man nicht für das Fellkind. Eve Thoresen hat sich Saga angeguckt, sie mit Akupunktur behandlet und auch mir eine Nadel verpasst, und wirkte sehr zuversichtlich. In cirka einem Monat sollen wir wiederkommen. In zwei Wochen vorsichtig die Tabletten reduzieren und auch das Futter sollen wir erst einmal so lassen, um dem Körper so wenig wie möglich zu stressen. Ungefähr drei Behandlungen soll sie bekommen und das Ziel ist es ganz ohne Medikamente klar zu kommen.

Ich bin sehr gespannt, und traue mich kaum zu hoffen, zu tief ist das schwarze Loch falls es nicht klappt. (Das Loch wird so oder so tief und schwarz, aber sich selbst etwas vor dem Schmerz schützen zu wollen ist natürlich...) In einem Monat setzen wir uns also wieder für mehrer Stunden ins Auto, dieses Mal übernachten wir aber wahrscheinlich auf dem Weg. Bis dahin heisst es abwarten, Tee trinken und Däumchen drehen. Wie ich das hasse! Aber es hilft nichts, jetzt müssen wir dem Körper überlassen sich selbst zu heilen, wenn er das kann. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut, sie ist gut drauf, braucht nur sehr viel Ruhe. Solange sie gut drauf ist und wir den Juckreiz  einigermassen fernhalten können, haben wir die Zeit abzuwarten und zu schauen ob Akupunktur das ist, was ihr endlich hilft.

Wie ihr wahrscheinlich versteht ist für den Blog zur Zeit wenig Energie und Zeit übrig, das tut mir sehr leid, aber ich hoffe, dass wir bald stärker wieder zurück sind. Drückt uns die Daumen!


Samstag, 7. Januar 2017

Ein Frohes Neues - endlich ist 2016 Geschichte!

Das Jahr 2016 ist endlich vorbei und bei uns trauert keiner diesem nach. 2016 war nicht unser bestes Jahr, ich muss fast sagen, es war eins der schlechteren.

Mit meiner Gesundheit ging es, und geht es auch weiterhin, sehr auf und ab. Die Medikamente wirken nicht gut genug und dementsprechend zeigt sich das an meiner Energie. Ich bin viel müde und erschöpft, die Schmerzen zeitweise schwer unter Kontrolle zu halten und somit schwinkt die Tagesform sehr. Für den Blog bleibt nicht viel Zeit und Überschuss, aber ich tue mein Bestes.

Im Frühjahr mussten wir wegen eines aufdringlichen und unstabilen Nachbarn umziehen, hier fühlen wir uns wohl, aber der Umzug war sehr anstrengend und die Zeit davor sehr Nerven aufreibend für uns alle.

Saga hat einen harten Herbst hinter sich mit akuter und ernsthafter Erkrankung, ganz über den Berg ist sie leider immernoch nicht, aber sie hält sich stabil und gut auf den Beinen. Der akute Durchfall und die Entzündungen im Darm sind weg, aber ihre Allergien haben sich verschlimmert. Mit den neuen Medikamenten geht es ihr erst einmal ganz gut. Wir müssen jetzt einfach abwarten.

Im Laufe diesen Herbstes haben wir mehrere von unseren geliebten Hundefreunden verloren. Theo und die Labradorhündin meiner besten Freundin hier in Norwegen schliefen fast gleichzeitig ein. Zwei andere Hunde verliessen uns sehr plötzlich auf tragische Art und Weise und legten einen grossen Schatten über den Spätsommer.

Im Laufe des Jahres sind einige von den Menschen mit denen wir Kontakt hatten von unserer Seite gewichen, andere dazu gekommen. Und neue Vierbeiner sind unserem Freundeskreis auch beigetreten. So wie das halt so ist in diesem Leben, einige kommen und andere gehen.

Kiwi ist fit, wie immer gut drauf, etwas durchgeknallt und hält mich gut auf Trab. Sie ist inzwischen ausgewachsen und auch im Kopf wird das Baby so langsam reifer. Besonders deutlich sehe ich das, wenn wir mit anderen Welpen oder Junghunden zusammen sind. Plötzlich wirkt sie so ruhig, nimmt Rücksicht und ist in mehr und mehr Situastionen gelassen und selbstsicherer. Sie spielt und tobt unheimlich gerne und stellt noch lieber Blödsinn an, inzwischen sogar auf einem noch höheren Niveau. Ich sage oft ich hätte die Sportsausgabe des Chihuahuaes im Haus, und das bestätigt sich weiterhin. Kiwi ist schlau und kreativ, will mental gefördert und gefordert und körperlich ausgelastet werden. Mit den Temperaturen hier oben im hohen Norden kommt sie gut klar, auch wenn das Klamottentragen fast genauso schlimm wie Krallenpflege ist. Aber erfrieren lassen kann ich sie nun auch nicht.

Für 2017 haben wir bisher keine grossen Pläne. Ich hoffe, dass dieses Jahr für mich und auch für Saga gesundheitlich besser wird. Wir werden auch in diesem Jahr weiterhin Nosework machen, viel draussen sein, ganz viele Bilder machen und hoffentlich mehr Zeit für den Blog haben. Im Laufe des Jahres kriegt unsere Familie Menschenzuwachs, ich werde Tante. Darauf freue ich mich natürlich sehr. Somit werden wir im Sommer wahrscheinlich wieder für eine Zeit nach Deutschland reisen.

Im Laufe des Jahres werde ich wohl ein paar meiner Projekte auf Eis legen, das Nähen zum Beispiel werde ich zwar nicht ganz aufgeben, aber drastisch reduzieren. Meine Blogs bleiben bestehen, denn das Schreiben und Fotografieren machen mir doch am meisten Spass. Jobmässig kommen neue Aufgaben und Herausforderungen auf mich zu, auf die ich mich freue, aber die mir auch etwas Angst bereiten.

Wir wünschen euch ein Frohes Neues Jahr und hoffen, dass 2017 ein gutes für euch wird. Jetzt werde ich den Zwerg in einen Anzug stecken und die beiden Rabaucken mit raus in den Schnee nehmen. Habt einen schönen Tag!




Sonntag, 21. August 2016

Und traurig geht es weiter

Irgendwie ist dieses Jahr ein richtig verflixtes. Erst endet unser Sommerurlaub so wie ihr ja in dem letzten Eintrag lesen konntet, und im Laufe der letzten drei Tagen haben wir noch zwei andere Hunde um uns herum verloren. Und zwar zwei, die uns sehr viel bedeuteten.

Unser geliebter Theo ist wohl am Freitag über die Regenbrücke gegangen, trotz unterschiedlicher Anfragen und Lebensplatzmöglichkeiten hatte seine Besitzerin ihn doch eingeschläfert. Dazu kann ich im Moment nicht mehr sagen, als dass ich es einfach nicht verstehen kann und es mich zutiefst erschüttert. Die Tränen fliessen und er fehlt.

In der Nacht auf Samstag musste einer meiner engsten Freundinnen hier in Norwegen dann, nach einem heftigen aber relativ kurzen Kampf, ihre Hündin gehen lassen. Dem Krebs konnte der Körper nicht mehr standhalten. Verdammt! - sie war doch noch gar nicht so alt. Ich durfte an der Beerdigung der Maus teilnehmen und konnte meiner Freundin am gestrigen Tag eine Stütze sein, wenigstens etwas.

Es macht mich so unfassbar traurig, diese beiden Hunde haben uns viel bedeutet. Von Theo habe ich ja schon einiges erzählt, von der Hündin eher weniger. Die Maus kannten Saga und ich aber schon seit vielen Jahren und sie war wohl sozusagen Saga's beste Freundin.

Ruht in Frieden ihr Beiden, ihr fehlt uns <3



Donnerstag, 18. August 2016

Und plötzlich war ein Leben zerbrochen

Wir sind wieder daheim. Zweieinhalb Wochen am Oslofjord sind vorrüber und hier sitze ich mit vielen Gedanken und starken Eindrücken. Die Zeit da unten wurde doch nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte. Schöne Spaziergänge am Fjord und ganz viel Gebade für die Hunde waren natürlich dabei, aber besonders ein Erlebnis hat mich zutiefst erschüttert und mich wieder einmal daran erinnert, wie zerbrechlich ein Leben ist. Ich, beziehungsweise wir- die Hunde standen direkt daneben, mussten miterleben wie ein kleiner Hund von einem sehr viel grösseren gebissen wurde und wohl schon auf der Stelle tot war. Ich bin zwar noch nach Hause gerannt um das Auto zu holen und den kleinen zum Tierarzt zu fahren, aber dieser konnte nur noch den Tod feststellen. Der grosse Hund wurde noch am selben Abend eingeschläfert.


Dieses Erlebnis hat mich die letzten Wochen echt sehr beschäftigt, und natürlich auch die eine oder andere Angst in mir geweckt. Weder Kiwi noch Saga sind ja Riesen. Diese Angst hat sich wieder gelegt und ich werde keinen in Watte einpacken, aber doch werde ich auch weiterhin meine Hunde nicht einfach jeden anderen Hund treffen oder begrüssen lassen.

Es war wirklich heftig wie sich alles innerhalb von wenigen Sekunden so drastisch verändert hatte, die Situation verwandelte sich von einer netten zu einer unvorstellbaren. Meine Hunde standen wie gesagt daneben und haben den Kleinen sogar begrüsst, und plötzlich kam der grosse Hund von hinten. Im Nachhinein habe ich natürlich auch darüber nachgedacht, ob er meinen eventuell auch was hätte tun wollen, können auf jeden Fall. Aber, so wie ich das verstanden habe, war der Zwerg schon das gewollte Ziel, der Grosse hatte davor schon Probleme. Das er so etwas aber hätte tun können, damit hat keiner gerechnet.

Mich schockt es sehr, wie zerbrechlich die kleineren Hunde dann doch sind. Und vor allem das Leben. Ich habe letztes Jahr leider erleben müssen, wie meine kleine Hündin unter ein Auto kam. Gott sei Dank war auch sie sofort tot, aber so etwas hinterlässt Bilder, Gefühle und heftige  Eindrücke. Ich weiss im Endeffekt nicht, ob der tote Hund oder die so bitterlich weinende Familie des toten Hundes am Schlimmsten war. Das Ganze hat natürlich eine ganze Reihe von Gedanken in Gang gesetzt. Was hätte man anders machen können? Wäre das zu verhindern möglich gewesen? Warum macht ein Hund das? Und dann auf diese Art und Weise? Total still und leise.

Natürlich sind all diese Gedanken jetzt sowieso nicht mehr von Nutzen, aber sie sind nun einmal da. Natürlich tun mir auch die Familien beider Hunde leid, einen Hund auf solch eine grausame Art und Weis zu verlieren ist schlimm, für alle Beteiligten.

Inzwischen ist das schon ein paar Wochen her und ich komme damit, nach guten und hilfreichen Gesprächen, gut klar. Es ist mir nur sehr schwer gefallen in all dem Chaos gross Zeit und Energie für das Schreiben zu finden.

Die Hunde scheinen davon erst einmal keinen Schaden getragen zu haben, wieviel die davon verstanden haben weiss ich aber natürlich nicht. Es ging alles so schnell und meine Beiden waren innerhalb von ein paar Sekunden ja auf Abstand und einigen Mintuen im Haus. Es scheint erst einmal nicht so.

Dienstag, 12. Juli 2016

Meine liebe Saga, heute ist dein Tag

Liebe Saga, heute schreibt die Mama mal wieder. 


Heute ist nämlich ein ganz besonderer Tag: du hast Geburtstag. Ganze 7 Jahre ist es her, dass du das Licht dieser Welt erblickt hast. Sieben, wie die Zeit vergeht! Du warst doch gestern noch so jung. Gefühlt sind diese sieben Jahre eine Ewigkeit, du bist nämlich eigentlich schon immer an meiner Seite gewesen.

Von Anfang an bist du mein Herz gewesen, mein Seelentier. Eins von denen es nur so wenige gibt und die einen ganz besonderen Platz in deinem Herzen einnehmen. Du ist da reingekrochen und geblieben, und wirst dieses nie wieder verlassen. Mein grosser Sonnenschein, meine Affenkatze versteckt in einem Hundekörper, mein Ein und Alles. Wie hätte ich nur die letzten Jahre ohne dich überstanden, wahrscheinlich hätte ich es nicht. Du kommst und kuschelst dich eng an mich, wenn meine Schmerzen kaum auszuhalten sind und ich am Liebsten aufgeben möchte. Du trocknest Tränen und verwandelst sie in kleine Augenblicke der Hoffnung.


Ich bin unendlich dankbar dafür, dich in meinem Leben haben zu dürfen und ein Teil deines zu sein. Du hellst dunkle Stunden auf und machst die schönen noch schöner. Ich bin dankbar jeden Morgen neben dir aufzuwachen, und in deine zwei Augen sehen zu dürfen. Kein Geld der Welt kann die Wärme um mein Herz kaufen, dich ich empfinde wenn ich dich, und auch Kiwi, angucke. Aber du schenkst es mir jeden Tag. 


Wenn ich daran denke was wir die letzten Jahere alles gemeinsam gemeistert haben, bin ich stolz. Ich bin beeindruckt wie gut du mit deinen eigenen Krankheiten klarkommst. Ich liebe dein Vertrauen in die Menschen um dich und die Art wie du mit Kindern umgehst. Ich liebe deine Freude, die du grosszügig mit allen teilst und das Lächeln was du auf so viele Gesichter zauberst. Ich liebe deine Art in der Welt klarzukommen, ob es mit deiner Schnüffelnase, auf Geländern balancierend oder auf den Kajak ganz vorne sitzend ist. Du überrascht mich immer wieder und machst mir Mut auszuprobieren und nicht aufzugeben. "Wenn man es nicht probiert weiss man auch nicht, ob man es nicht doch kann." So schwierig, aber gleichzeitig so einfach. 

Ich liebe dich und würde alles dafür geben, dich für immer an meiner Seite zu haben. Alles Liebe und Gute zum Geburtstag mein Schatz!



 
 
 
 
 
 

Samstag, 21. Mai 2016

Und plötzlich bist du schon ein Jahr alt

Es beeindruckt mich immer wieder wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell aus einem Welpen ein Junghund und dann ein erwachsener Hund wird. Heute ist dein erster Geburtstag und du bist jetzt schon seit 8 Monaten ein Teil meines Lebens. 

War ich nicht eben noch erst auf dem Weg nach Deutschland um meine Schwester zu besuchen und so nebenbei einfach nur ein paar Welpen anzugucken? War ich mir eigentlich wirklich sicher, dass ich schon für einen neuen "Zwerg" in meinem Leben bereit war, nachdem ich innerhalb eines Jahres zwei meiner Liebsten erst verloren hatte und der Schmerz so stark war? Hatte ich so kurz darauf schon wieder einen freien Platz in meinem Herzen?

Ich war mir nicht sicher. Aber ich war mir sicher, dass da jemand an unserer Seite, Saga's und meiner, fehlt. Und das sehr. 

Wir fuhren so nun zu dir nach Hause um dich und deinen Bruder zu treffen, von der Beschreibung her hättet ihr Beide gut passen können. Gross warst du und aufgeschlossen. Auch deine Geschwister und Mama wirkten freundlich und offen. Ich war doch von Anfang an darauf eingestellt wieder ein Hundemädchen in meinem Leben haben zu wollen, und nach einigem Überlegen und Reden kamst du mit uns nach Hause. Den Weg zurück lagst du auf meinem Schoss und schliefst, hattest du auch ein gutes Gefühl im Bauch? Trotz anfänglicher Skepzis anderer war ich mir sicher - du passt. Und nach diesen 8 Monaten kann ich das nur wiederholen. 

Du passt wie der Schlüssel in das Schloss und machst uns komplett. Und das nur weil du einfach nur du bist. Mit all deinen Facetten bereicherst du unser, besonders mein, Leben. Mit deiner Verspieltheit und deinen Streichen, die du mit einem so grossen Vergnügen an den Tag legst kann ich dir nie böse sein. Mit deiner Liebe, die keine Grenzen kennt, und mit der du deine Liebsten aber auch andere unfiltriert überschüttest. Jeden Morgen sorgen du und Saga dafür, dass mein Tag mit einem Lächeln startet und er auch mit einem endet. Ihr seid an meiner Seite, egal ob Tränen und Schmerzen über meinen Körper ziehen oder ich mich vor Lachen kaum halten kann.

Du hast deinen Platz in unserem Leben gefunden und es geschafft mein Herz mit Sturm zu erobern. Ich hatte da noch Platz, ich wusste es nur nicht. Ich war doch auch mehr als bereit dich mit offenen Armen entgegenzunehmen, und ich bereue es keine Sekunde. Du gehörst zu uns. 

Heute ist also dein erster Geburtstag und den haben wir gefeiert, so wie eigentlich jeder Geburtstag gefeiert werden sollte - ob Hund oder Mensch. Aber ich feire nicht nur, dass du an diesem Tag vor einem Jahr das Licht der Welt erblickt hast. Ich feire, dass mein Herz endlich wieder mehr lacht als dass es schmerzt und ICH der Mensch bin, der dich in seinem Leben so nahe haben darf. Was würde ich nicht dafür geben euch Beide für immer an meiner Seite haben zu dürfen. Ich liebe euch !

Mama