Sonntag, 22. Juli 2018

Piraten Ahoi!

Na ihr Gauner, was habt ihr gestern so verbrochen?

Wir haben unsere sieben Sachen gepackt und sind zu Tante B gefahren, Dort sind wir nach dem Hundetraining, was mehr aus einem entspannten Treffen bestand, eine Runde mit dem Kajak los. Wir waren am Anfang nicht ganz so begeistert, sondern wollten nur irgendwo pennen, aber sind nach etwas Überredung mit. Wir können Muttern ja auch nicht so einfach im Stich lassen.


Die Fahrt war dann doch ganz cool. Es gab viel zu sehen und eine leichte Brise um die Ohren war ganz angenehm, Mama musste natürlich paddeln, während wir die Gegend abgecheckt haben und zwischendurch etwas schliefen. Leela plumpste natürlich gekonnt ins Wasser und schwomm eine kleine Runde, aber Mama hatte ein Handtuch dabei, in das wir sie dann für den Rest der Fahrt eingepackt haben. Nicht, dass die uns noch krank wird.

Nach der Tour sind diese Zweibeiner doch noch so wahnsinnig gewesen und ins Wasser gehüfpt. Mama hat versucht uns da mit rein zu bekommen, aber da hörte der Spass nun wirklich auf. Nass und ziemlich nackig haben wir die dann wieder mit zum Haus genommen, und denen erst einmal wieder trockene Kleidung verpasst. Danach sassen wir noch ein bisschen auf der Veranda, die Zweibeiner haben gequatscht und Leela und ich gepennt. Unser eigenes Kissen auf der Bank haben wir natürlich auch bekommen.

Irgendwann abends waren wir dann endlich wieder zu Hause, haben noch schnell Abendbrot gegessen und sind dann müde ins Bett gewatschelt. Heute waren wir gut ausgelastet, etwas erschöpft von so viel Action gestern, so dass wir den heutigen Tag nur entspannt haben.

Wie genau die nächsten Tage aussehen werden wissen wir noch nicht so genau, aber Mama faselt da irgendwas von Hütte und Baden.






Donnerstag, 19. Juli 2018

Ein ganz normaler, sonniger Donnerstag

Hallo,



mal wieder ein paar Worte zum Donnerstag von mir. Gar nicht so viele, wir mögen uns in dieser Affenhitze kaum regen. Draussen im Schatten kann man es einigermassen aushalten. Mama liegt in ihrer Hängematte und hört Hörspiele, Leela und ich sind mal ein bisschen draussen im Garten und wieder etwas drinne in unserer Höhle. Uns ist es einfach zu warm.

Spazierengehen fällt bei solch einer Hitze aus, wer geht den freiwillig auf dem heissen Asphalt durch die Gegend?! Im Wald ist es auch etwas zu warm. Nachher, wenn wir das wollen sagt Mutti, fahren wir aber ein bisschen runter ans Wasser, sodass wir uns etwas abkühlen und schwimmern können. Mal sehen ob die Alte uns ins Wasser kriegt, das letzte Mal durfte sie alleine da stehen und wir sassen am Strand.

Ich bin seit Samstag läufig. Mama findet schon seit cirka zwei Wochen, dass ich zickig bin, PMS nennt sie das und lächelt nur. Am Freitag hatte ich keinen Bock auf sie zu hören und am Samstag kamen dann die ersten Tropfen. Jaja, die soll sich mal nicht so anstellen. Ich halte ihre Launen schliesslich auch aus. Es ist aber vielleicht nicht ganz ok, dass ich Leela so anzicke, aber wofür sonst hat man kleine Schwestern. Ok, zum Spielen, Toben und Kuscheln auch.

Sonst kann ich euch gar nicht so viel erzählen, wir haben Ferien und entspannen ganz viel. Ab und zu fahren wir zu Tante B und machen ihren Garten unsicher, paddeln im Kayak, machen Touren auf die Hütte oder fahren an den See zum Baden. Manchmal besuchen wir auch Freunde oder bekommen Besuch. Letzte Woche habe ich mich wieder gut durchkneten lassen, wir waren nämlich vor knappen drei Wochen bei einer Physiotherapeutin und mein Nacken und meine Schulter waren verspannt. Das war bei der Kontrolle jetzt sehr viel besser. Ich sag euch, das Durchkneten ist richtig gut. Das werd ich öfter mal beantragen.

Wann wir wieder auf die Hütte fahren weiss ich noch nicht, aber die nächsten paar Tage sind wir erst einmal zuhause und kümmern uns um solche langweiligen Projekte wie den Keller aufzuräumen.

Was wir heute denn noch so unternehmen wissen wir irgendwie nciht so ganz, vielleicht fahren wir zu Tante B und paddeln eine Runde. 
Ich hoffe bei euch ist es etwas spannender, einen schönen Donnerstag erstma. Ich muss jetzt mein Frühstück verdauen und dann schauen wir mal was wir so machen!

Samstag, 7. Juli 2018

Alles steht auf dem Kopf

Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben, haben wir ja jetzt eine kleine Schwester im Haus. Grosse Freude und alles ist perfekt? 
 

Ganz und gar nicht. Die kleine süsse Maus hat relativ kurz nach Ankuft ihre Koffer ausgepackt und gezeigt was sie so alles an Gepäck dabei hat. Vor ein paar Wochen packte sie noch einmal mehr aus und das Chaos ist perfekt. Die Maus ist unheimlich unsicher und teilweise sehr ängstlich, sehr leicht gestresst und überfordert, in vielen Situationen total hilflos und hat im Allgemeinen grosse Probleme zur Ruhe zu kommen. Gut sozialisiert ist sie definitiv nicht, und ich frage mich was in ihrem alten Zuhause so alles passiert ist. Menschen sind in Ordnung, andere Hunde überhaupt nicht. Zumindest am Anfang. Neue Umgebungen und ganz normale Spaziergänge mit ihr sind eine riesengrosse Herausforderung. Trennungsangst bringt sie auch mit, und seit ein paar Wochen, stresst sie sehr beim Autofahren. Ich habe mit anderen Worten die Hände voll. Zwar hat siche einiges an Unruhe in den fast 3 Monaten, die sie jetzt bei uns ist, schon gelegt. Aber vor uns liegen noch einige grosse Baustellen.


Kiwi meistert das Ganze bisher überraschend gut. Ich bin beeindruckt wie schnell sie raus hatte, dass Leela aus jeder Fliege einen Elefanten macht. Oder wie man auf Norwegisch sagt: «Sie ruft wegen allem Wolf!». Es gibt aber einige wenige Situationen in denen ich deutlich sehe, dass es für Kiwi schwer ist ruhig zu bleiben und sich nicht verunsichern zu lassen. In vielerlei Hinsicht ist Kiwi Leela eine gute Stütze und ein gutes Vorbild. Kiwi ist in vielen Umgebungen, speziell zu Hause, sehr entspannt. Wenn sie müde ist oder ihr etwas zu viel ist, zieht sie sich einfach in ihren Schlafbereich zurück. Das hat Leela sich mit der Zeit abgeguckt und macht es ihr nach. Somit habe ich jetzt zwei Langschläfer, die man meist unter meinem Bett wiederfindet. Auch jetzt auf der Hütte sitze ich plötzlich ganz alleine auf der Veranda und die Mädels schlummern drinne im Sofa.

Am Anfang kam Leela bei uns im Haus sehr schlecht zur Ruhe. Ich habe mehrere Tage den ganzen Tag mit ihr irgendwo rumgelegen, damit sie sich endlich entspannen und etwas schlafen kann. Nachts ging es ganz gut. Nach ein paar Wochen legte sie sich zu Kiwi unters Bett, und inzwischen kann sie dort mehrere Stunden schlafen ohne die ganze Zeit gucken zu müssen was ich mache. Auch im Garten ist sie inzwischen etwas entspannter und bellt endlich nicht mehr wegen jedem Kleinkram. Spaziergänge sind immernoch cirka unmöglich, sie bellt, fiept, jault und rennt hektisch hin und her. Das ist eine der Situationen in der ich sehe, dass Kiwi sich stressen/verunsichern lässt.
In neuen Umgebungen, solange es nicht Spaziergänge sind, braucht sie teilweise lange Zeit um sich zurecht zu finden. Fahren wir jemand besuchen geht es relativ schnell gut, auf der Hütte jetzt auch. Nehme ich sie aber woanders aus dem Auto um sie schnüffeln zu lassen schafft sie maximal 5 Minuten ohne unruhig zu werden, meist an Orten wo andere Menschen sind.

Anfangs war das Autofahren kein grosses Problem. Sie wollte lieber mit Kiwi zusammen in einer Box sitzen, da schien Kiwi nichts gegen zu haben, also tut sie das seitdem. Sie sass am Anfang, legte sich aber nach einer kurzen Zeit hin und schlief. Vor etwas über 3 Wochen fing sie aber an am ganzen Körper zu zittern und zu hecheln, egal wie lange wir fuhren. Das hat sich wieder etwas gebessert nachdem sie vor etwas über einer Woche zur Behandlung bei einer Ostepathin war. Auch war sie beim Hundesitter vorletzte Woche so unruhig, dass ich sie früher abholen musste, denn sie beruhigte sich gar nicht. Das ist bisher nie passiert und lies mich natürlich stutzig werden. Deshalb habe ich sie tierärztlich, sowie osteopathisch untersuchen lassen, da ich mir etwas unsicher bin ob sie wirklich einfach psychisch total durcheinander ist, oder ob da eventuell mehr hinterstecken kann.

Bisher haben wir nichts finden können, und auch die Ostepathin konnte nichts auffälliges finden. Somit gehe ich davon aus, dass die Probleme in der Psyche zu finden sind. Um ganz ehrlich zu sein macht es die Sache nicht unbedingt leichter, denn es geht unheimlich langsam vorwärts und in einigen Bereichen fast gar nicht. Eventuell kann ich jetzt verstehen warum dieser Hund ein neues Zuhause brauchte, hätte ich vorher gewusst was auf mich zu kommt weiss ich nicht ob sie heute bei uns wäre.

Kiwi und Leela verstehen sich total gut und sind teilweise einfach nur zuckersüss zusammen. Doch leider sehe ich, dass Leela nicht der Hund ist den Kiwi an ihrer Seite bräuchte. Und das einfach und alleine aufgrund der Unruhe und Unsicherheit, die Kiwi teilweise selbst verunsichert. Kiwi ist aber eigentlich auch nicht der Hund den Leela an ihrer Seite bräuchte. Leela bräuchte jemand der so gelassen und entspannt durch die Welt wandert, dass man beim Zugucken fast einschläft. Und das ist Kiwi definitiv nicht. Leider.

Aber auch wenn die Beiden einander nicht auf allen Gebieten gut tun, ist die Kleine nun einmal jetzt bei uns und wir müssen das Beste draus machen. Das heisst, dass wir im Moment unheimlich viel zu Hause sind und wenig spazieren gehen, da Leela ungern lange im Auto warten möchte. Ich gehe getrennt mit den Mädels, da mir das Risiko, dass Kiwi auch anfängt alles anzukläffen, einfach zu hoch ist. Regelmässig fahre ich an Orte wo die Mädels ordentlich laufen und sich austoben können, denn Kiwi braucht ihren Auslauf und kommt da im Moment etwas zu kurz. Wir fahren immer wieder an neue Orte um dort eine kleine Runde zu schnüffeln und damit Leela sich an neue Umgebungen gewöhnt. Das Autofahren bauen wir neu auf, doch leider gibt es immer mal Situationen in denen ich es nicht umgehen kann. Nach der Behandlung kommt sie glücklicherweise etwas besser damit klar.

Das Zuhause alleine bleiben üben wir natürlich auch vorsichtig, dort sind wir aber noch sehr am Anfang. Im Vordergrund stand erst einmal sie bei uns ankommen zu lassen und sich endlich entspannen zu können. Andere Hunde trifft sie immer wieder mal, aber nur in kontrollierten Umgebungen und sehr selbstsichere und freundliche Hunde. Denn anderen Hunden gegenüber ist dieser kleine Zwerg eine Katastrophe.

Zwar bin ich darauf eingestellt einiges mit dieser Maus zu arbeiten, muss aber auch ehrlich zugeben, dass unsere Lebensqualität sehr darunter leidet. Für eine gewisse Zeit sollte man immer drauf vorbereitet sein sich anpassen zu müssen, wenn ein neuer Hund in das Leben tritt. Doch merke ich, besonders dadurch, dass ich alleine bin, dass wir plötzlich fast gar nichts mehr von dem, was wir normalerweise unternehmen, machen können. Leela wird es einfach zu viel und das zeigt sich meist auch lange nachdem wir wieder zu Hause sind.

Natürlich meldet sich immer wieder der Gedanke ob es Leela woanders vielleicht besser gehen könnte, doch möchte ich sie natürlich ungern wieder abgeben. Besonders wenn sie so schlecht mit der Welt klar kommt. Doch muss ich auch an Kiwi und mich denken. Deshalb habe ich beschlossen mir den Sommer anzugucken wie sich die Dinge entwickeln, damit meine ich natürlcih nicht, dass ich erwarte, dass alle Probleme sich lösen. Aber ich hoffe zu sehen, dass sie sich besser und besser, in kleinen Schritten, an unser Leben anpassen kann. Hört sich vielleicht drastisch und hart an, aber erst einmal gehe ich davon aus, dass wir das irgendwie hinkriegen und dieser kleine Floh für immer bei uns bleibt.

Montag, 25. Juni 2018

Ich melde mich mal wieder

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Halli hallo meine Lieben,



jetzt auch mal wieder ein paar Worte von mir. Mutti hat ja nun genug von meinen Augenproblemchen und meiner neuen Sonnebrille erzählt.
Wir sind zur Zeit im Paradis, und zwar bei Tante B! Hier passen wir auf Haus und Hof und natürlich die beiden Klobürstenwuschel auf. Das Wetter ist so richtig schön und das passt mir natürlich gut. Ich liege gerade faul im Schatten und verdaue mein Abendbrot. Heute haben wir lange geschlafen, spät gefrühstückt und hatten so ungefähr null Pläne. Wir haben einfach nur die Seele baumeln lassen.

Brutus und ich
Gestern war Brutus, mein bester Freund, mit seinen Menschen und einem extra zu Besuch. Wir sind Kajak und Kanu gefahren, haben getobt und gespielt, die Zweibeiner haben gegrillt und wir haben alle eine nette Zeit miteinander verbracht. Ich habe mich natürlich mit Wassermelone füttern und ordentlich kraueln lassen. Warum kommen die auch sonst. Abends waren wir dann alle sehr müde und sind früh schlafen gegangen.

Die nächsten Tage werden eher unspektakulär, morgen Abend geht es wieder nach Hause und dann hat uns der Alltag wieder. Bald beginnen die Sommerferien. Dieses Jahr kommt kein Sommerbesuch auf die Hütte, also werden wir wohl viel dort sein und die Zeit alleine geniessen. Mal sehen wie lange Mama das aushält. Ende dieser Woche kriegen wir aber noch einen kleinen Besuch aus Deutschland und werden diesen wahrscheinlich auf die Hütte begleiten. Etwas die Gegend zeigen müssen wir denen natürlich auch.

Jetzt werde ich mich mal auf den Weg machen und eine Runde im Garten hier spazieren, die letzte Inspektion ist schon wieder ein paar Stunden her.

Euch einen schönen Abend, 
eure Kiwi

Donnerstag, 21. Juni 2018

Ein Hund mit Sonnenbrille?

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Ja, du liest richtig. In diesem Eintrag geht es um Sonnenbrillen für Hunde und wir werden euch die empfehlen, die wir nach langem Suchen für ordentlich halten.

Kiwi und ihre RexSpecs
Warum in aller Welt sollen denn Hunde Sonnenbrillen tragen? Genau diese Frage werde ich in diesem Eintrag beantworten. Es gibt nämlich unterschiedliche Gründe warum Hunde einen Schutz für ihre Augen benötigen können. Eine gute Brille schützt nämlich nicht nur vor Sonne.

Chronische Augenkrankheiten
Es gibt beispielsweise eine Augenkrankheit die Chronic Superficial Keratitis (Pannus) heisst, und die sich im UV-Licht verschlimmert. Viele Schäferhunde, aber auch andere Rassen, haben damit zu kämpfen und haben in der Sonne grosse Probleme. Diesen Hunden hilft eine Sonnenbrille die UV-Strahlen wegfiltert und ihnen es somit ermöglicht in allen Wetterverhältnissen draussen zu sein. Ohne eine solche Brille können und sollten diese Hunde nur begrenzt den UV-Strahlen ausgesetzt werden, was natürlich bedeutet, dass einige Aktivitäten wegfallen oder stark eingeschränkt werden müssen. Mit einer Brille muss das aber nicht der Fall sein und erleichtert somit Hund und Mensch das Leben.

Nach einer Operation oder einem Schaden
Nach einer Operation oder einem Schaden an den Augen kann es sein, dass das Auge (oder auch beide Augen) einen Schutz vor Wind und Wetter brauchen. Schnee, Regen, Wind oder auch Sand können mit einer Brille fern gehalten werden. Solch eine Brille ersetzt aber niemals eine Halskrause, denn diese kann von dem Hund durchaus abgestrichen werden und im schlimmsten Fall kann der Hund sein Auge noch mehr verletzen.

Lichtempfindlichkeit
Im vorherigen Eintrag habe ich ja schon über die Augenprobleme meiner eigenen Hündin berichtet. Es gibt viele Hunde die an einer Lichtempfindlichkeit leiden und draussen sowohl auch drinnen Probleme mit der Helligkeit haben können. Einige Hunde verweigern es sogar im Tageslicht ausser Haus zu gehen. Lichtempfindlichen Hunden kann das Leben mit einer Sonnenbrille erleichtert werden.

Als Schutz vor Schäden, Sonne und Schnee
Einige Gebrauchshunde, die durch Büsche und Äste preschen, landen mit Schäden an den Augen in der Tierklinik. Im schlimmsten Fall ist die Konsequenz ein blinder Hund und somit ein Hund, der nicht mehr arbeiten kann. Ein Augenschutz kann hier durchaus sinnvoll sein. Auch Jagdhunde fallen in diese Kategorie.


In den USA verwenden Militär und Polizei schon lange Schutzbrillen für ihre Hunde. Diese Hunde sind, wie auch einige Gebrauchshunde, ziemlich herausfordernden Bedingungen ausgesetzt und können einen Schutz gegen Sand, Steine, starker Wind, Wasser und Insekten gebrauchen.

Auch blinde Hunde können von solch einer Brille profitieren. Denn diese können sich dadurch, dass sie nicht sehen wo sie sich bewegen, leicht einen Ast oder Grass in ihre Augen stechen und sich somit verletzen. Das kann natürlich zur Konsequenz haben, dass ein blinder Hund ängstlicher wird. Mit einer Schutzbrille kann man diesen Hunden helfen und ihnen die Welterforschung erleichtern.

Es gibt auch Hunde mit sehr heller Haut, die aufgrund weniger Pigmente dazu neigen, leichter einen Sonnenbrand zu bekommen. Speziell um die Augen ist das ein Problem. Sind diese aber durch einen UV-Schutz geschützt lässt sich dieses Problem leicht lösen.

Dann haben wir natürlich noch die Hunde, die viel mit uns im Schnee unterwegs sind. Die meisten von uns haben bestimmt schon einmal erlebt, wie unangenehm eine Schneeblindheit ist. Auch Hunde können schneeblind werden. Deshalb ist es sehr zu empfehlen zumindest bei langen Touren eine Sonnenbrille zu verwenden.

Unterschiedliche Modelle

Es gibt unterschiedliche Modelle auf dem Markt, von ganz billig bis sehr teuer. Es gibt einfache «dog goggles» oder auch «doggles», die einfach nur getönte Gläser haben, und natürlich teurere Ausgaben mit hochqualitativen Gläsern, die Licht aber auch UV-Strahlen filtern. Soweit ich herausfinden konnte waren Doggles die erste Sonnenbrille auf dem Markt, die speziell für Hunde entwickelt wurde. Und zwar von einem amerikanischen Ehepaar im Jahre 1997, die Sonnenbrille für den Hund ist also gar nicht so neu.

Sogenannte Doggles haben wir getestet, doch leider haben uns diese überhaupt nicht gefallen. Sie sehen aus wie kleine Schwimmbrillen mit zwei eingerahmten Gläsern. Da ich viel schwimme, weiss ich leider auch wie unangenehm dieser Typ Brille sein kann, Kiwi scheint dem leider zuzustimmen. Diese Rahmen scheinen sehr auf ihre Augen zu drücken und durch die zwei kleinen Rahmen scheint ihr Sichtfeld sehr eingeschränkt zu sein. Es gibt bestimmt Hunde, die mit dieser Brille zufrieden sind und keine Probleme haben sich mit ihr zu bewegen, aber für Kiwi schien diese leider keine gute Lösung zu sein.

Zufälligerweise stiess ich in einem Kommentarfeld einer Hundetrainerin, die nach Sonnenbrillen für kleine Hunde fragte, auf eine Empfehlung. RexSpecs sollten diese heissen. Ein paar Klicks weiter und ich kam auf deren Internetseite. Dort fand ich wonach ich so lange schon suchte, eine solide, vernünftig scheinende Sonnenbrille mit Gläsern von guter Qualität (also Licht und auch UV-Filterung). Die RexSpecs wurden von einem Paar entwickelt, das selbst zwei Hunde mit Augenproblemen hatte. Plötzlich konnten die beiden Hunde nicht mehr überall mit hin und das aktive Leben im Freien war vorbei. Dafür musste eine Lösung her und somit begann die Entwicklung der RexSpecs. Auf der Internetseite findet ihr übrigens eine Üversicht der Verhändler weltweit.

RexSpecs
Die RexSpecs gibt es in unterschiedlichen Grössen, von ganz kein bis ganz gross, aber auch in extra breit für Rassen wie die Französische Bulldogge. Was mir sehr gut an dieser Brille gefällt ist, dass die Brille aus einem grossen Rahmen anstelle von zwei kleinen besteht. Somit hat der Hund ein grösseres Sichtfeld. Dieses ist immer noch etwas eingegrenzt, aber lange nicht so stark wie bei zwei kleinen Kreisen. Der Rahmen der Brille ist aus einem beweglichem Material und luftdurchlässig gepolstert. Mit drei Riemen lässt sich die Brille gut dem Hundekopf anpassen, etwas, was mir bei den anderen Brillen gefehlt hat.

Die Linsen sind aus Polycarbonat und gibt es in unterschiedlichen Varianten: clear, smoke, silver mirror, blue revo und red revo. Die durchsichtige Linse verwendet man in der Eingewöhnungsphase und zum Schutz vor Wind, Wetter und UV-Strahlen, also wenn Licht an sich nicht das Hauptproblem ist. Die anderen Linsen lassen unterschiedlich viel Licht durch. Alle die Linsen von RexSpecs sind mit UV400 gekennzeichnet, was heisst, dass sie vor UV-Strahlen schützen und 99-100% der UVA- und UVB-Strahlung wegfiltern. Die Linsen in der Grösse Large haben sogar einem Belastungstest standgehalten und können somit einiges ab.

Die RexSpecs werden sowohl von Polizei- und Militärhunden in den USA und Hunden, die sportlichen Aktivitäten wie Surfen und Wandern nachgehen, als auch von dem durchschnittlichen Familienhund beim Spazierengehen und Spielen getragen. Die Brille kann auch beim Schwimmen getragen werden, also steht unseren Kajaktouren mit Augenschutz für Kiwi nichts im Wege.

Und als Nächstes eine Handtasche?
Um ganz ehrlich zu sein gefällt es mir wenig meinem Hund eine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich mag Kiwi am liebsten so ganz natürlich, und auch am liebsten ohne Geschirr. Mit ihrer Brille sieht sie aus wie ein kleines Kind, das gleich auf den Skiern den Berg runter flitzt. Ich finde es nicht hübsch und beim Fotografieren werde ich sie grösstenteils abnehmen.
Aber gleichzeitig sehe ich die Notwendigkeit ihre Augen vor starkem Licht zu schützen, denn ich möchte ihr Bestes und da stehen meine Präferenzen an zweiter Stelle. Also, eine Handtasche wird es bei uns nicht als Nächstes geben. Kiwi hat vier Beine, die sie sehr gut zu benutzen weiss und es auch tut.
Wenn aber eine Sonnenbrille ihr das Leben draussen erleichtert muss ich halt mit einem Skibrillen-Hund und eventuellen dummen Kommentaren leben.

Jetzt wird getestet
Kiwi ist bereit!
Unsere Brille ist vor kurzer Zeit angekommen und wir sind noch in der Eingewöhnungsphase, sodass wir die Brille noch nicht ausreichend in allen Lebenslagen getestet haben. Wir halten euch aber selbstverständlich auf dem Laufenden. Eventuell dachte ich, dass wir euch etwas mehr über die Eingewöhnung berichten und vielleicht dazu auch ein paar Videos posten.



Quellen:
RexSpecs
The Benefits of Doggles for Dogs

Ein grosses Dankeschön an Life with Spunky dafür, dass sie  ein paar Bilder für diesen Post zur Verfügung gestellt hat! (A big thanks to Life with Spunky for letting me use some of your photos! You are awesome!)


Montag, 28. Mai 2018

Kiwi ist lichtempfindlich – ist die Fellfarbe Schuld?

Kiwi hat Probleme mit ihren Augen, das wissen viele von denen, die uns regelmässig sehen. Kiwi ist unheimlich lichtempfindlich, und das scheint der Grund zu sein, dass sie ab und zu schlecht zu sehen scheint.

Ich habe mich also auf die Suche nach Antworten gemacht und sogar auch welche gefunden. Diese möchte ich heute mit euch teilen, denn höchstwahrscheinlich sind wir nicht alleine.

Da nicht jeder ein Master der Fachausdrücke ist, noch viel über die Genetik weiss, versuche ich euch das alles in normaler Sprache zu vermitteln. Falls jemand etwas mehr Details haben möchte, darf er sich gerne melden.

Kiwi's Fellfarbe
Viele finden Kiwi's Fellfarbe total cool, und tja, sie ist speziell und etwas lustig, aber wohl leider hängen ihre Augenprobleme sehr eng mit genau dieser Fellfarbe zusammen.

Diese Fellfarbe heisst «Merle» und oft sieht man sie bei Rassen wie dem Australian Sheperd oder dem Shetland Sheepdog. Die Fellfarbe hängt mit dem Merle-Gen zusammen. Das Merle-Gen ist eine Mutation des Silver-Locus-Gens. Die Mutation dieses Gens wird oft bei Mäusen, Pferden und Hühnern beschrieben und verleiht diesen extravagantere Färbungen. Beim Hund nennen wir diese Mutation Merle. Das Silver-Locus-Gen spielt eine wichtige Rolle in der Synthese der Farbstoffe, auch Melanine genannt.

Melanine sind eine Gruppe schwarzer, brauner und roter Farbpigmente die man bei Menschen, Tieren, Pflanzen und einigen anderen Organismen findet. Wir Menschen und Tiere haben eigene Zellen im Körper, die dieses Melanin produzieren, die Melanozyten. Diese absorbieren einen grossen Teil der Strahlungen, der wir draussen in der Sonne ausgesetzt werden, und färben unsere Haut somit braun.

Doch nicht nur in unserer Haut gibt es diese Melanine, es gibt sie unter anderem auch im Haar, in den Augen, im Innenohr und im Hirn. Melanin ist also das, was entscheidet, welche Haut- aber auch Augenfarbe wir haben. Umso mehr Melanine der Körper produziert, umso dunkler wird unsere Haut. Es gibt aber auch Menschen und Tiere, bei denen wenig oder kein Melanin vorhanden ist, diese nennen wir Albinos. Du hast bestimmt schon einmal ein ganz weisses Kaninchen mit leuchtend roten Augen gesehen.

Es gibt unterschiedliche Typen Melanin, ich werde mich in diesem Eintrag aber auf das Eumelanin konzentrieren, da dieses das meist vorhandene in der Haut und den Haaren, sowie Augen des Menschen und Tieres ist. Bei Tieren und Menschen mit Albinismus ist es genau das, was fehlt.

Und das führt uns wieder zurück zum Merle-Gen. Das, was das Merle-Gen nämlich macht, ist dieses Eumelanin im Körper aufzuhellen. Das Eumelanin verleiht unseren Hunden die schwarze und braune Fellfarbe. Wird diese von dem Eumelanin aufgehellt, bekommen die Haare graue und/oder braune Schattierungen. Auch haben viele Merlehunde sehr viel Weiss im Fell. Durch diese Farbtupfer- und schattierungen sehen diese Hunde also so besonders aus.

Homo oder hetero?
Ich werde nicht allzu viel zu den Verpaarungen von Hunden, die das Merle-Gen tragen, sagen, halte es aber für sehr wichtig zu erwähnen, dass man NIE zwei Träger, also zwei Hunde mit dieser Fellfarbe oder diesem Gen-Codes (nicht alle haben die typische Farbe), verpaaren sollte. Mehr zum Erbgang und den unterschiedlichen Ergebnissen könnt ihr zum Beispiel hier lesen.

Möchte man mit Merlehunden züchten, sollte man sehr gut Bescheid wissen, denn verdoppelt man dieses Gen, können da traurige und unnötige Ergebnisse bei raus kommen. Sogenannte homozygote Merlehunde (merle + merle = double merle) haben meist grosse Gesundheitsprobleme wie Blindheit, Taubheit, werden oft mit Missbildungen geboren und versterben im jungen Alter.

Kiwi ist ein sogenannter heterozygoter Merle, dass heisst, dass ihre Mutter das Merle-Gen (also diese Mutation des Silver-Locus-Gen) trägt, aber ihr Vater kein Merle ist. Man sagt und kann an vielerlei Stellen lesen, dass heterozygote Merlehunde gesund sind und nicht mit den typischen Problemen homozygoter zu kämpfen haben. Es gibt tausende heterozygoter Hunde, die keine Probleme haben, und das ist natürlich gut, nur scheint es doch einige zu geben, die trotzdem Schäden zum Beispiel in den Augen aufgrund dieses Gens haben. Inwieweit man überhaupt mit einer Gen-Mutation weiterzüchten sollte, die auch im heterozygoten Zustand Probleme geben KANN, ist eine Frage, der man meiner Meinung nach sehr viel mehr Aufmerksamkeit widmen sollte. 
 
Denn wir wissen, dass diese Mutation etwas im Körper macht und das sollten wir nicht so einfach ignorieren.

Diese Mutation verursacht eine Aufhellung von Pigmenten, die eine wichtige Aufgabe in unserem Körper erfüllen. Wie weiter oben im Text schon erwähnt, absorbieren Pigmente Licht und das ist eine ziemlich wichtige Funktion, die wir draussen im Licht brauchen. Eine Sache ist die Haut, bei Kiwi scheint aber auch das Auge von dieser Aufhellung betroffen zu sein.

Farbpigmente im Auge
Und da sind wir wieder bei den Farbpigmenten in den Augen. Diese färben nämlich unsere Iris, oder auch Regenbogenhaut, blau, grün, blau oder gemischt, und bestimmen so unsere Augenfarbe. Hat diese Haut zu wenig oder keine Pigmente, wird das Auge sehr lichtempflindlich.

Normalerweise steuert die Iris wieviel Licht durch unsere Pupille in unser Auge und auf die Netzhaut fällt, indem sie die Pupille entweder erweitert (mehr Licht rein) oder verengt (weniger Licht). Es scheint als funktioniere diese Blendefunktion nicht optimal, wenn Farbpigmente im Auge fehlen, somit wird die Netzhaut nicht ausreichend vor dem Lichteinfall beschützt. Warum genau das so ist, weiss sich keiner so richitg zu erklären, aber bei Menschen mit Albinismus scheint es eine bekannte Problematik zu sein. Es scheint als sei auch das ein Problem für Kiwi.


Als wir vor etwas über einem Jahr zur Augenuntersuchung waren (ich wollte einfach gerne einen Status ohne irgendeinen Verdacht zu haben), bemerkte die Tierärztin das zwar nicht, aber da hatte Kiwi ja auch Augentropfen bekommen, die die Pupille erweitern. Da eine befreundete Tierärztin und ich uns aber letztens Kiwi's Augen anguckten, wunderten wir uns, dass sich ihre Pupille kaum verkleinerte. Erst dachten wir es sei, weil Kiwi Angst hätte und somit nahm ich das Augeninstrument mit nach Hause, um etwas mit ihr zu üben. Üben klappte super und Kiwi war schnell entspannt, die Pupille benahm sich aber ungefähr gleich. Kiwi's Pupille verkleinert sich also nicht so schnell und gut wie sie es sollte, und somit wird sie leicht geblendet.

Der Grad der Lichtempfindlichkeit ist von Mensch zu Mensch und wohl auch von Tier zu Tier verschieden. Es sagt sich von selbst, dass ein geblendetes Auge schlechter sieht, somit sehen diese Menschen und Tiere leider etwas schlechter, zumindest wenn sie sich in starkem Licht aufhalten. Ich habe natürlich einen kleinen Selbstversuch gestartet und bin mit zusammengekniffenen Augen durch die Welt gewandert. Ich muss zugeben, dass ich da bisher nicht gross drüber nachgedacht habe. Nach diesem Versuch kann ich mir nicht vorstellen, dass Kiwi draussen gut sieht. Ausserdem frage ich mich, ob sie nicht auch Kopfschmerzen von diesem Gekneife bekommt, ich merkte zumindest sehr deutlich wie angenehm es war diese Muskeln wieder zu entspannen.

Zurück zur Augenfarbe: normalerweise haben Hunde dunkelbraune Augen. Es gibt aber auch Hunde, die hellere Brauntöne oder auch blaue Augen haben.
Nordische Rassen wie zum Beispiel die Huskies produzieren extra viel Melanin und haben eine extra dicke Pigmentschicht im hinteren Teil des Auges, diese Rassen vertragen auch trotz der blauen Augenfarbe sehr starkes Licht. Das Merle-Gen ist nur eine der Ursachen der blauen Augenfarbe bei Hunden, also sind nicht alle Hunde mit blauen Augen genetisch Merlehunde. Viele Merlehunde haben blaue oder auch gemischte Augen, das heisst, Augen mit unterschiedlichen Farben auf den Augen oder auch wie Kiwi zwei Farben im gleichen Auge. Ihre Augen sind innen blau und haben aussen einen hellbraunen Ring. Diese Farbkombination verursacht das Merle-Gen und somit fehlen Kiwi wichtige Pigmente im Auge.

Tapetum – was?
Es scheint auch als fehle Kiwi das Tapetum lucidum, eine Schicht im hinteren Teil des Auges, die Licht reflektiert. Das Tapetum lucidum reflektiert das ins Auge fallende Licht zurück auf die Netzhaut, damit das Tier im Dunkeln besser sieht. Die meisten von Euch werden bestimmt schon einmal gemerkt haben, dass Hundeaugen in der Regel grün- oder auch gelblich schimmern, wenn man sie anleuchtet, diesen Effekt verursacht diese Schicht. Wenn diese Schicht nicht vorhanden ist, bei manchen kann das auch nur bei einem Auge der Fall sein, leuchten die Augen rötlich. Man leuchtet sozusagen direkt auf die Blutgefässe im hinteren Auge, genau wie bei uns Menschen auch (das zeigt sich immer so besonders gut, wenn der Fotograf einen Blitz verwendet). Bei Kiwi sieht man auch, dass das Rote zum Teil durch den blauen Teil ihrer Iris leuchtet, also dort wo die Pigmente fehlen.

Es ist nicht bewiesen, dass Hunde, denen das Tapetum lucidum fehlt, schlechter im Dunkeln sehen, aber es ist auch nicht bewiesen, dass sie genauso gut sehen wie Hunde, bei denen das vorhanden ist. Ich bin mir unsicher ob Kiwi im Dunkeln oder in der Dämmerung besser sieht. Was man aber weiss ist, dass das Tapetum lucidum zur Kontrolle der Streuung des Lichtes im Auge beiträgt. Hunde, denen dieses also fehlt, werden durch diese unkontrolliertere Streuung leichter geblendet. Auch wenn das nicht der Hauptgrund von Kiwi's Problemen ist, macht es die Sache sicher nicht besser.

Noch mehr Pigmente und Sichtschärfe
Auf der Netzhaut im hinteren Teil des Auges befindet sich eine Schicht mit Pigmenten, die einen Teil des Lichts absorbieren. Auch diese Pigmente scheinen Kiwi zu fehlen. Wenn man in ihre Augen leuchtet, sieht man dort direkt auf die Blutgefässe. Kiwi fehlen also wichtige Pigmente im vorderen und im hinteren Teil des Auges, der Regenbogenhaut (Iris) und der Netzhaut, die sie, zusammnen mit der Blendefunktion, gegen zu starkes Licht beschützen sollen.

Bei Menschen mit Albinismus weiss man, dass sich der Sehnerv aufgrund des Pigmentmangels nicht normal entwickelt. Ob das bei Kiwi der Fall ist, weiss ich nicht. Auch kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass sie an einer Sehschwäche leidet, doch sehe ich, dass sie in manchen Situationen besonders auf langem Abstand Probleme zu haben scheint.

Die Symptome
Bei Kiwi zeigt sich ihre Lichtempfindlichkeit durch ein ausgeprägtes Zusammenkneifen der Augen. Dieses Gekneife ist so ausgeprägt, dass es nicht nur mir auffällt, sondern auch vielen um uns herum. Ihre Augen können auch anfangen zu tränen, wenn sie in der Sonne sitzt, was sie sonst kaum tun. Draussen kneift sie fast immer ihre Augen zusammen so, dass sie nur zwei Schlitze im Gesicht hat, auch wenn der Himmel grau ist. Spät am Abend in der Dämmerung geht es einigermassen, aber tagsüber ist es selten, dass ihre Augen ganz normal sind. Auch drinnen kann sie im starken Licht (durch die Fenster) ihre Augen zusammen kneifen. Künstliches Licht scheint angenehmer für sie zu sein. Glücklicherweise hat Kiwi bisher nie einen Sonnebrand gehabt, das berichten nämlich einige andere Hundebesitzer von Hunden mit manglenden Pigmenten.

Bisher ist es nie passiert, dass Kiwi irgendwo gegen etwas gelaufen ist, so dass ich mir Gedanken über ihre Sehschärfe gemacht habe. Sie klettert, balanciert, tobt und rennt über Wiesen und durch Wälder wie ein ganz normaler Hund. Das Einzige was mir auffällt ist nur, dass sie Dinge auf längerem Abstand nicht gut zu sehen und somit schlechter einorden zu können scheint. Und da hilft es natürlich auch nicht, die Augen zusammen zu kneifen.

Und jetzt?
Kurz zusammegefasst kann man also sagen, dass das Merle-Gen bei Kiwi nicht nur die Pigmente im Fell, sondern auch in den Augen aufgehellt, und somit zu ihrer Lichtempfindlichkeit geführt hat.

Was kann man da jetzt machen? Eine gute Frage für die ich, und leider auch die Fachleute, kein gutes Fazit habe. Unglücklicherweise kann man nicht einfach mehr Pigmente ins Auge zaubern.

Somit musste ich nach anderen Lösungen suchen. Vor kurzem habe ich also eine spezielle Sonnenbrille für Kiwi bestellt, die endlich nach was Ordentlichem aussieht und solide, angenehm und hoffentlich endlich besser als, das was wir bisher probiert haben, zu sein scheint. Zu der Brille mache ich einen eigenen Eintrag.

Im Ausgangspunkt denke ich, dass sie diese Brille draussen trägt. Wir müssen ein bisschen testen wie sie die Brille findet und wieviel sie sie tragen möchte. Meinetwegen kann sie die gerne die ganze Zeit tragen, wenn sie draussen ist, am wichtigsten finde ich es aber in starkem Licht und im Schnee. Drinnen denke ich, dass sie ohne klar kommt, zumindest solange die Sonne nicht durchs Fenster scheint, was aber selten der Fall ist.

Ausser der Sonnenbrille versuche ich es immer zu ermöglichen, dass Kiwi sich in dunklere Umgebungen zurückziehen kann. Drinne habe ich oft die Gardinen vorgezogen, so dass es tagsüber angenehmn dunkel für Kiwi ist. Sie liebt es, in der Sonne zu liegen, kann sich aber immer irgendwo an einen Schattenplatz zurückziehen. Auch umgehe ich Spaziergänge mitten am Tag, wenn die Sonne stark scheint.

Während meiner Recherche für diesen Eintrag habe ich auch von Hunden gelesen, die anfangen zu jaulen wenn sie raus in die Sonne müssen und erst zur Dämmerung oder im Dunkeln raus wollen. Einige Hunde scheinen wirklich grosse Probleme zu haben und das ist natürlich sehr traurig. Für Kiwi scheint es glücklicherweise ein nicht grösseres Problem zu sein, als dass sie ihre Augen sehr zusammenkneift. Zwar ist das durchaus nicht angenehm, und eventuell beeinträchtigt das auch ihre Sehstärke, ich bin aber natürlich froh, dass sie einigermassen gut damit klarkommt, und hoffe die Sonnenbrille kann es angenehmer für sie machen.

Jeder sollte sich doch ohne unangenehmes Empfinden draussen aufhalten können!

PS: Erzählt mir gerne von euren Erfahrungen mit Merlehunden und Lichtempfindlichkeit!


Quellen:

Montag, 21. Mai 2018

3 Jahre und nix mit Erwachsen!

Jo Leute, ich meld mich dann hier mal wieder zu Wort. Heute habe ich nämlich Geburtstag und da Mama euch gerade wieder einen schnulzigen Text dazu schreiben wollte, übernehme ich lieber. Ist ja peinlich!

Ich bin also heute 3 Jahre alt, heisst ich bin genau an diesem Tag vor drei Jahren auf diese Welt gekommen. Wie fühlt sich das an? Nicht anders als vor drei Tagen, ausser, dass ich Hunger habe. Heute Morgen hat Muttern mir erzählt, dass man davon ausgehe, dass ein Hund mit 3 Jahren so um und bei ERWACHSEN sei. Ja nee, danke, will ich noch nicht. Erwachsen sein ist langweilig, das können andere übernehmen.

Wie feiern wir den heutigen Tag? Mit Fleischknochen! Habe ich mir nämlich gewünscht. Ein Geburtstagsgeschenk habe ich auch bekommen und zwar eine Sonnenbrille, die meinen lichtempfindlichen Augen helfen soll. Toll, hätte sie die nicht lieber in Leckerlies und Kausachen tauschen können?! Also ein paar Leckereien habe ich ja bekommen und über die Fleischknochen machen wir uns gleich her, aber noch mehr wär natürlich besser. Wahrscheinlich sollte ich froh sein, dass sie mir keine neue Krallenschere geschenkt hat, die alte hat sie nämlich mal wieder verbummelt.

Bei uns ist im Moment super Wetter, die Sonne scheint und es ist gut warm. Das heisst wir chillen viel im Garten und baden im eigenen Pool oder im See.
Dieses Jahr weiss ich noch nicht ob ich meinen Geburtstag gross feiern werde, eigentlich sollten wir ja wieder eine lustige Feier mit Thema veranstalten...Ich muss mal mit Muttern reden.

Jetzt geht das Geburtstagskind wieder in die Sonne, euch einen schönen Tag!

PS: Wer unbedingt einen schnulzigen Geburtstagstext lesen möchte kann den vom letzten hier lesen.