Montag, 13. August 2018

Die Schwabbels sind da!

Einige von euch werden es ja sicher auf Instagram schon gesehen haben. Bei Tante B gibt es wieder Welpen!

Die sind noch miniklein, also noch nicht so gross, dass Leela und ich sie besuchen dürfen, aber Mama hat schon ein paar Babybilder für euch gemacht und die wollte ich euch schnell zeigen. Wir besuchen die Monster sobald sie alt genug sind und spielen sie dann alle platt. So wie beim letzten Mal, nur dass Leela jetzt mitmachen kann. Ich freue mich schon, das hat letztes Mal echt Spass gebracht mit so vielen neuen Kumpels, ausserdem schwabbeln die noch so klumpig durch die Gegend, dass die mich nie kriegen.
Der Dicke!

Im Moment sind sie noch sehr langweilig, brüllen nur wenn sie Hunger haben und kacken wie die Könige. Die Augen sind auch noch zu und die krabelschwabbeln unbeholfen durch die Gegend. Mama findet sie jetzt natürlich schon sooo süss, wie so kleine Meerschweinchen seien die, ich finde die sollen mal etwas schneller wachsen.

Es sind übrigens kleine Eurasier. In gross sind die ganz struppig, die Haare stehen vom Körper ab, als ob die in eine Steckdose gefasst haben. Es sind dieses Mal 5 Mädchen und nur 1 Junge. Der Arme, der muss sich bei so vielen Mädchen echt durchboxen. Bisher macht er das ganz gut, dick und rund ist er und sogar der schwerste Brummer von allen. Alle sind putzmunter und natürlich hoffe ich, dass das auch so bleibt.

Ja, mehr gibt es noch nicht über die Windelkacker zu berichten, viel Spass beim Bilderangucken. Ich gehe jetzt mal ne Runde mit Mama spazieren!

Donnerstag, 2. August 2018

Wir machen uns nützlich! - von Futtermangel, Hitze, einem Quad und Pferden



Wie einige von euch ja schon mitbekommen haben, sind wir im Moment viel auf einem Hof und greifen der Besitzerin etwas unter die Arme. Diese ist nämlich hochschwanger, so hoch, dass das Baby theoretisch heute kommen könnte. Der Bauch ist echt so drall, dass ich glaube der platzt jeden Moment und das Baby marschiert freudig heraus.

Da wir diesen Sommer keinen Besuch aus Deutschland auf der Hütte haben und eigentlich nichts Gescheites zu tun haben, meinte Mama, dass wir uns genauso gut etwas nützlich machen und jemandem, der es gebrauchen kann, helfen können. Also sind wir die letzten zwei Wochen cirka regelmässig auf dem Hof einer Bekannten gewesen und sammeln Pferdeäpfel, füllen Wasser auf, sammeln und verteilen Futter und helfen da wo es gebraucht wird.

Dieser Sommer ist, wie ja auch bei euch in Deutschland, echt extrem warm und trocken. Hier oben bedeutet das einen riesigen Mangel an Futter, so dass viele Bauern und Pferdebesitzer darüber nachdenken ihre Tiere zu schlachten. Denn mit so wenig Futter und vor allem auch heftig ansteigenden Preisen wissen viele nicht, wie sie ihre Tiere durch den Winter bringen sollen. Viele haben natürlich angefangen selbst so viel Futter wie möglich zusammen zu sammeln, so wie man das in den alten Tagen gemacht hat. Äste werden abgesägt und zusammengetragen, Brennesseln, Himbeerbüsche und Anderes zusammengesammelt und zum Trocknen aufgehängt. Die, die Möglichkeit haben, können somit einiges für den Winter lagern, Andere verfüttern das jetzt um das andere Futter für den Winter zu sparen. Das ist unheimlich viel Arbeit, mal ganz ehrlich, du sammelst voll den grossen Haufen und schwups ist der aufgefressen. Pferde sind ganz schön hungrig!

Fast platzend und in dieser Hitze ist das natürlich heftig, da können alle Hände und Pfoten gebraucht werden. Da wir sonst nur faul in der Sonne oder aufm Sofa rumliegen würden ist das eine bessere Idee. Wir sind natürlich dabei, flitzen durch die Gegend, buddeln und klettern und verbringen schöne Stunden draussen an der frischen Luft. Mama kann nebenbei mit den Pferdchen knuddeln, das fehlt ihr nämlich. Und laut ihr benehmen wir uns total super den Pferden gegenüber, sind vorsichtig um die herum, aber haben keine Angst und scheinen das cool zu finden. (Natürlich finden wir das cool, Hauptsache wir sind dabei!)

Wir sind inzwischen auch richtige Quad Profis. Ich springe da schon alleine drauf, auch wenn ich meistens wieder vom Sitz rutsche (diese Zweibeiner sind manchmal einfach zu langsam im Entgegennehmen!). Leela springt alleine wieder runter, möchte aber rauf gehoben werden. Die ist halt noch nicht so tough. Aber das ist ok, die ist ja die kleine Schwester.

Nachdem wir im Stall waren sind wir immer heftigst müde, futtern nur schnell unser Abendbrot (wenn es das nicht vorher gab) und verkriechen uns in unser Reich unter Mama's Bett. Auf so einem Hof gibt es nämlich megaviel zu schnüffeln, gucken und untersuchen. Ausserdem kann man sich da so richtig austoben und das tun wir natürlich. Mama scheint dann auch immer etwas müder als sonst, aber am nächsten Morgen kriegen wir sie wieder gut ausm Bett, also scheitn ihr das gut zu tun.

Heute geht es wahrscheinlich auch wieder zu den Pferdchen, jetzt muss Mama aber erst einmal ein paar Bilder bearbeiten und wir verkriechen uns unters Bett uns schlafen weiter. Euch einen superschönen Tag. Schmelzt uns in dieser Hitze bloss nicht weg!





Sonntag, 22. Juli 2018

Piraten Ahoi!

Na ihr Gauner, was habt ihr gestern so verbrochen?

Wir haben unsere sieben Sachen gepackt und sind zu Tante B gefahren, Dort sind wir nach dem Hundetraining, was mehr aus einem entspannten Treffen bestand, eine Runde mit dem Kajak los. Wir waren am Anfang nicht ganz so begeistert, sondern wollten nur irgendwo pennen, aber sind nach etwas Überredung mit. Wir können Muttern ja auch nicht so einfach im Stich lassen.


Die Fahrt war dann doch ganz cool. Es gab viel zu sehen und eine leichte Brise um die Ohren war ganz angenehm, Mama musste natürlich paddeln, während wir die Gegend abgecheckt haben und zwischendurch etwas schliefen. Leela plumpste natürlich gekonnt ins Wasser und schwomm eine kleine Runde, aber Mama hatte ein Handtuch dabei, in das wir sie dann für den Rest der Fahrt eingepackt haben. Nicht, dass die uns noch krank wird.

Nach der Tour sind diese Zweibeiner doch noch so wahnsinnig gewesen und ins Wasser gehüfpt. Mama hat versucht uns da mit rein zu bekommen, aber da hörte der Spass nun wirklich auf. Nass und ziemlich nackig haben wir die dann wieder mit zum Haus genommen, und denen erst einmal wieder trockene Kleidung verpasst. Danach sassen wir noch ein bisschen auf der Veranda, die Zweibeiner haben gequatscht und Leela und ich gepennt. Unser eigenes Kissen auf der Bank haben wir natürlich auch bekommen.

Irgendwann abends waren wir dann endlich wieder zu Hause, haben noch schnell Abendbrot gegessen und sind dann müde ins Bett gewatschelt. Heute waren wir gut ausgelastet, etwas erschöpft von so viel Action gestern, so dass wir den heutigen Tag nur entspannt haben.

Wie genau die nächsten Tage aussehen werden wissen wir noch nicht so genau, aber Mama faselt da irgendwas von Hütte und Baden.






Donnerstag, 19. Juli 2018

Ein ganz normaler, sonniger Donnerstag

Hallo,



mal wieder ein paar Worte zum Donnerstag von mir. Gar nicht so viele, wir mögen uns in dieser Affenhitze kaum regen. Draussen im Schatten kann man es einigermassen aushalten. Mama liegt in ihrer Hängematte und hört Hörspiele, Leela und ich sind mal ein bisschen draussen im Garten und wieder etwas drinne in unserer Höhle. Uns ist es einfach zu warm.

Spazierengehen fällt bei solch einer Hitze aus, wer geht den freiwillig auf dem heissen Asphalt durch die Gegend?! Im Wald ist es auch etwas zu warm. Nachher, wenn wir das wollen sagt Mutti, fahren wir aber ein bisschen runter ans Wasser, sodass wir uns etwas abkühlen und schwimmern können. Mal sehen ob die Alte uns ins Wasser kriegt, das letzte Mal durfte sie alleine da stehen und wir sassen am Strand.

Ich bin seit Samstag läufig. Mama findet schon seit cirka zwei Wochen, dass ich zickig bin, PMS nennt sie das und lächelt nur. Am Freitag hatte ich keinen Bock auf sie zu hören und am Samstag kamen dann die ersten Tropfen. Jaja, die soll sich mal nicht so anstellen. Ich halte ihre Launen schliesslich auch aus. Es ist aber vielleicht nicht ganz ok, dass ich Leela so anzicke, aber wofür sonst hat man kleine Schwestern. Ok, zum Spielen, Toben und Kuscheln auch.

Sonst kann ich euch gar nicht so viel erzählen, wir haben Ferien und entspannen ganz viel. Ab und zu fahren wir zu Tante B und machen ihren Garten unsicher, paddeln im Kayak, machen Touren auf die Hütte oder fahren an den See zum Baden. Manchmal besuchen wir auch Freunde oder bekommen Besuch. Letzte Woche habe ich mich wieder gut durchkneten lassen, wir waren nämlich vor knappen drei Wochen bei einer Physiotherapeutin und mein Nacken und meine Schulter waren verspannt. Das war bei der Kontrolle jetzt sehr viel besser. Ich sag euch, das Durchkneten ist richtig gut. Das werd ich öfter mal beantragen.

Wann wir wieder auf die Hütte fahren weiss ich noch nicht, aber die nächsten paar Tage sind wir erst einmal zuhause und kümmern uns um solche langweiligen Projekte wie den Keller aufzuräumen.

Was wir heute denn noch so unternehmen wissen wir irgendwie nciht so ganz, vielleicht fahren wir zu Tante B und paddeln eine Runde. 
Ich hoffe bei euch ist es etwas spannender, einen schönen Donnerstag erstma. Ich muss jetzt mein Frühstück verdauen und dann schauen wir mal was wir so machen!

Samstag, 7. Juli 2018

Alles steht auf dem Kopf

Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben, haben wir ja jetzt eine kleine Schwester im Haus. Grosse Freude und alles ist perfekt? 
 

Ganz und gar nicht. Die kleine süsse Maus hat relativ kurz nach Ankuft ihre Koffer ausgepackt und gezeigt was sie so alles an Gepäck dabei hat. Vor ein paar Wochen packte sie noch einmal mehr aus und das Chaos ist perfekt. Die Maus ist unheimlich unsicher und teilweise sehr ängstlich, sehr leicht gestresst und überfordert, in vielen Situationen total hilflos und hat im Allgemeinen grosse Probleme zur Ruhe zu kommen. Gut sozialisiert ist sie definitiv nicht, und ich frage mich was in ihrem alten Zuhause so alles passiert ist. Menschen sind in Ordnung, andere Hunde überhaupt nicht. Zumindest am Anfang. Neue Umgebungen und ganz normale Spaziergänge mit ihr sind eine riesengrosse Herausforderung. Trennungsangst bringt sie auch mit, und seit ein paar Wochen, stresst sie sehr beim Autofahren. Ich habe mit anderen Worten die Hände voll. Zwar hat siche einiges an Unruhe in den fast 3 Monaten, die sie jetzt bei uns ist, schon gelegt. Aber vor uns liegen noch einige grosse Baustellen.


Kiwi meistert das Ganze bisher überraschend gut. Ich bin beeindruckt wie schnell sie raus hatte, dass Leela aus jeder Fliege einen Elefanten macht. Oder wie man auf Norwegisch sagt: «Sie ruft wegen allem Wolf!». Es gibt aber einige wenige Situationen in denen ich deutlich sehe, dass es für Kiwi schwer ist ruhig zu bleiben und sich nicht verunsichern zu lassen. In vielerlei Hinsicht ist Kiwi Leela eine gute Stütze und ein gutes Vorbild. Kiwi ist in vielen Umgebungen, speziell zu Hause, sehr entspannt. Wenn sie müde ist oder ihr etwas zu viel ist, zieht sie sich einfach in ihren Schlafbereich zurück. Das hat Leela sich mit der Zeit abgeguckt und macht es ihr nach. Somit habe ich jetzt zwei Langschläfer, die man meist unter meinem Bett wiederfindet. Auch jetzt auf der Hütte sitze ich plötzlich ganz alleine auf der Veranda und die Mädels schlummern drinne im Sofa.

Am Anfang kam Leela bei uns im Haus sehr schlecht zur Ruhe. Ich habe mehrere Tage den ganzen Tag mit ihr irgendwo rumgelegen, damit sie sich endlich entspannen und etwas schlafen kann. Nachts ging es ganz gut. Nach ein paar Wochen legte sie sich zu Kiwi unters Bett, und inzwischen kann sie dort mehrere Stunden schlafen ohne die ganze Zeit gucken zu müssen was ich mache. Auch im Garten ist sie inzwischen etwas entspannter und bellt endlich nicht mehr wegen jedem Kleinkram. Spaziergänge sind immernoch cirka unmöglich, sie bellt, fiept, jault und rennt hektisch hin und her. Das ist eine der Situationen in der ich sehe, dass Kiwi sich stressen/verunsichern lässt.
In neuen Umgebungen, solange es nicht Spaziergänge sind, braucht sie teilweise lange Zeit um sich zurecht zu finden. Fahren wir jemand besuchen geht es relativ schnell gut, auf der Hütte jetzt auch. Nehme ich sie aber woanders aus dem Auto um sie schnüffeln zu lassen schafft sie maximal 5 Minuten ohne unruhig zu werden, meist an Orten wo andere Menschen sind.

Anfangs war das Autofahren kein grosses Problem. Sie wollte lieber mit Kiwi zusammen in einer Box sitzen, da schien Kiwi nichts gegen zu haben, also tut sie das seitdem. Sie sass am Anfang, legte sich aber nach einer kurzen Zeit hin und schlief. Vor etwas über 3 Wochen fing sie aber an am ganzen Körper zu zittern und zu hecheln, egal wie lange wir fuhren. Das hat sich wieder etwas gebessert nachdem sie vor etwas über einer Woche zur Behandlung bei einer Ostepathin war. Auch war sie beim Hundesitter vorletzte Woche so unruhig, dass ich sie früher abholen musste, denn sie beruhigte sich gar nicht. Das ist bisher nie passiert und lies mich natürlich stutzig werden. Deshalb habe ich sie tierärztlich, sowie osteopathisch untersuchen lassen, da ich mir etwas unsicher bin ob sie wirklich einfach psychisch total durcheinander ist, oder ob da eventuell mehr hinterstecken kann.

Bisher haben wir nichts finden können, und auch die Ostepathin konnte nichts auffälliges finden. Somit gehe ich davon aus, dass die Probleme in der Psyche zu finden sind. Um ganz ehrlich zu sein macht es die Sache nicht unbedingt leichter, denn es geht unheimlich langsam vorwärts und in einigen Bereichen fast gar nicht. Eventuell kann ich jetzt verstehen warum dieser Hund ein neues Zuhause brauchte, hätte ich vorher gewusst was auf mich zu kommt weiss ich nicht ob sie heute bei uns wäre.

Kiwi und Leela verstehen sich total gut und sind teilweise einfach nur zuckersüss zusammen. Doch leider sehe ich, dass Leela nicht der Hund ist den Kiwi an ihrer Seite bräuchte. Und das einfach und alleine aufgrund der Unruhe und Unsicherheit, die Kiwi teilweise selbst verunsichert. Kiwi ist aber eigentlich auch nicht der Hund den Leela an ihrer Seite bräuchte. Leela bräuchte jemand der so gelassen und entspannt durch die Welt wandert, dass man beim Zugucken fast einschläft. Und das ist Kiwi definitiv nicht. Leider.

Aber auch wenn die Beiden einander nicht auf allen Gebieten gut tun, ist die Kleine nun einmal jetzt bei uns und wir müssen das Beste draus machen. Das heisst, dass wir im Moment unheimlich viel zu Hause sind und wenig spazieren gehen, da Leela ungern lange im Auto warten möchte. Ich gehe getrennt mit den Mädels, da mir das Risiko, dass Kiwi auch anfängt alles anzukläffen, einfach zu hoch ist. Regelmässig fahre ich an Orte wo die Mädels ordentlich laufen und sich austoben können, denn Kiwi braucht ihren Auslauf und kommt da im Moment etwas zu kurz. Wir fahren immer wieder an neue Orte um dort eine kleine Runde zu schnüffeln und damit Leela sich an neue Umgebungen gewöhnt. Das Autofahren bauen wir neu auf, doch leider gibt es immer mal Situationen in denen ich es nicht umgehen kann. Nach der Behandlung kommt sie glücklicherweise etwas besser damit klar.

Das Zuhause alleine bleiben üben wir natürlich auch vorsichtig, dort sind wir aber noch sehr am Anfang. Im Vordergrund stand erst einmal sie bei uns ankommen zu lassen und sich endlich entspannen zu können. Andere Hunde trifft sie immer wieder mal, aber nur in kontrollierten Umgebungen und sehr selbstsichere und freundliche Hunde. Denn anderen Hunden gegenüber ist dieser kleine Zwerg eine Katastrophe.

Zwar bin ich darauf eingestellt einiges mit dieser Maus zu arbeiten, muss aber auch ehrlich zugeben, dass unsere Lebensqualität sehr darunter leidet. Für eine gewisse Zeit sollte man immer drauf vorbereitet sein sich anpassen zu müssen, wenn ein neuer Hund in das Leben tritt. Doch merke ich, besonders dadurch, dass ich alleine bin, dass wir plötzlich fast gar nichts mehr von dem, was wir normalerweise unternehmen, machen können. Leela wird es einfach zu viel und das zeigt sich meist auch lange nachdem wir wieder zu Hause sind.

Natürlich meldet sich immer wieder der Gedanke ob es Leela woanders vielleicht besser gehen könnte, doch möchte ich sie natürlich ungern wieder abgeben. Besonders wenn sie so schlecht mit der Welt klar kommt. Doch muss ich auch an Kiwi und mich denken. Deshalb habe ich beschlossen mir den Sommer anzugucken wie sich die Dinge entwickeln, damit meine ich natürlcih nicht, dass ich erwarte, dass alle Probleme sich lösen. Aber ich hoffe zu sehen, dass sie sich besser und besser, in kleinen Schritten, an unser Leben anpassen kann. Hört sich vielleicht drastisch und hart an, aber erst einmal gehe ich davon aus, dass wir das irgendwie hinkriegen und dieser kleine Floh für immer bei uns bleibt.

Montag, 25. Juni 2018

Ich melde mich mal wieder

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Halli hallo meine Lieben,



jetzt auch mal wieder ein paar Worte von mir. Mutti hat ja nun genug von meinen Augenproblemchen und meiner neuen Sonnebrille erzählt.
Wir sind zur Zeit im Paradis, und zwar bei Tante B! Hier passen wir auf Haus und Hof und natürlich die beiden Klobürstenwuschel auf. Das Wetter ist so richtig schön und das passt mir natürlich gut. Ich liege gerade faul im Schatten und verdaue mein Abendbrot. Heute haben wir lange geschlafen, spät gefrühstückt und hatten so ungefähr null Pläne. Wir haben einfach nur die Seele baumeln lassen.

Brutus und ich
Gestern war Brutus, mein bester Freund, mit seinen Menschen und einem extra zu Besuch. Wir sind Kajak und Kanu gefahren, haben getobt und gespielt, die Zweibeiner haben gegrillt und wir haben alle eine nette Zeit miteinander verbracht. Ich habe mich natürlich mit Wassermelone füttern und ordentlich kraueln lassen. Warum kommen die auch sonst. Abends waren wir dann alle sehr müde und sind früh schlafen gegangen.

Die nächsten Tage werden eher unspektakulär, morgen Abend geht es wieder nach Hause und dann hat uns der Alltag wieder. Bald beginnen die Sommerferien. Dieses Jahr kommt kein Sommerbesuch auf die Hütte, also werden wir wohl viel dort sein und die Zeit alleine geniessen. Mal sehen wie lange Mama das aushält. Ende dieser Woche kriegen wir aber noch einen kleinen Besuch aus Deutschland und werden diesen wahrscheinlich auf die Hütte begleiten. Etwas die Gegend zeigen müssen wir denen natürlich auch.

Jetzt werde ich mich mal auf den Weg machen und eine Runde im Garten hier spazieren, die letzte Inspektion ist schon wieder ein paar Stunden her.

Euch einen schönen Abend, 
eure Kiwi

Donnerstag, 21. Juni 2018

Ein Hund mit Sonnenbrille?

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Ja, du liest richtig. In diesem Eintrag geht es um Sonnenbrillen für Hunde und wir werden euch die empfehlen, die wir nach langem Suchen für ordentlich halten.

Kiwi und ihre RexSpecs
Warum in aller Welt sollen denn Hunde Sonnenbrillen tragen? Genau diese Frage werde ich in diesem Eintrag beantworten. Es gibt nämlich unterschiedliche Gründe warum Hunde einen Schutz für ihre Augen benötigen können. Eine gute Brille schützt nämlich nicht nur vor Sonne.

Chronische Augenkrankheiten
Es gibt beispielsweise eine Augenkrankheit die Chronic Superficial Keratitis (Pannus) heisst, und die sich im UV-Licht verschlimmert. Viele Schäferhunde, aber auch andere Rassen, haben damit zu kämpfen und haben in der Sonne grosse Probleme. Diesen Hunden hilft eine Sonnenbrille die UV-Strahlen wegfiltert und ihnen es somit ermöglicht in allen Wetterverhältnissen draussen zu sein. Ohne eine solche Brille können und sollten diese Hunde nur begrenzt den UV-Strahlen ausgesetzt werden, was natürlich bedeutet, dass einige Aktivitäten wegfallen oder stark eingeschränkt werden müssen. Mit einer Brille muss das aber nicht der Fall sein und erleichtert somit Hund und Mensch das Leben.

Nach einer Operation oder einem Schaden
Nach einer Operation oder einem Schaden an den Augen kann es sein, dass das Auge (oder auch beide Augen) einen Schutz vor Wind und Wetter brauchen. Schnee, Regen, Wind oder auch Sand können mit einer Brille fern gehalten werden. Solch eine Brille ersetzt aber niemals eine Halskrause, denn diese kann von dem Hund durchaus abgestrichen werden und im schlimmsten Fall kann der Hund sein Auge noch mehr verletzen.

Lichtempfindlichkeit
Im vorherigen Eintrag habe ich ja schon über die Augenprobleme meiner eigenen Hündin berichtet. Es gibt viele Hunde die an einer Lichtempfindlichkeit leiden und draussen sowohl auch drinnen Probleme mit der Helligkeit haben können. Einige Hunde verweigern es sogar im Tageslicht ausser Haus zu gehen. Lichtempfindlichen Hunden kann das Leben mit einer Sonnenbrille erleichtert werden.

Als Schutz vor Schäden, Sonne und Schnee
Einige Gebrauchshunde, die durch Büsche und Äste preschen, landen mit Schäden an den Augen in der Tierklinik. Im schlimmsten Fall ist die Konsequenz ein blinder Hund und somit ein Hund, der nicht mehr arbeiten kann. Ein Augenschutz kann hier durchaus sinnvoll sein. Auch Jagdhunde fallen in diese Kategorie.


In den USA verwenden Militär und Polizei schon lange Schutzbrillen für ihre Hunde. Diese Hunde sind, wie auch einige Gebrauchshunde, ziemlich herausfordernden Bedingungen ausgesetzt und können einen Schutz gegen Sand, Steine, starker Wind, Wasser und Insekten gebrauchen.

Auch blinde Hunde können von solch einer Brille profitieren. Denn diese können sich dadurch, dass sie nicht sehen wo sie sich bewegen, leicht einen Ast oder Grass in ihre Augen stechen und sich somit verletzen. Das kann natürlich zur Konsequenz haben, dass ein blinder Hund ängstlicher wird. Mit einer Schutzbrille kann man diesen Hunden helfen und ihnen die Welterforschung erleichtern.

Es gibt auch Hunde mit sehr heller Haut, die aufgrund weniger Pigmente dazu neigen, leichter einen Sonnenbrand zu bekommen. Speziell um die Augen ist das ein Problem. Sind diese aber durch einen UV-Schutz geschützt lässt sich dieses Problem leicht lösen.

Dann haben wir natürlich noch die Hunde, die viel mit uns im Schnee unterwegs sind. Die meisten von uns haben bestimmt schon einmal erlebt, wie unangenehm eine Schneeblindheit ist. Auch Hunde können schneeblind werden. Deshalb ist es sehr zu empfehlen zumindest bei langen Touren eine Sonnenbrille zu verwenden.

Unterschiedliche Modelle

Es gibt unterschiedliche Modelle auf dem Markt, von ganz billig bis sehr teuer. Es gibt einfache «dog goggles» oder auch «doggles», die einfach nur getönte Gläser haben, und natürlich teurere Ausgaben mit hochqualitativen Gläsern, die Licht aber auch UV-Strahlen filtern. Soweit ich herausfinden konnte waren Doggles die erste Sonnenbrille auf dem Markt, die speziell für Hunde entwickelt wurde. Und zwar von einem amerikanischen Ehepaar im Jahre 1997, die Sonnenbrille für den Hund ist also gar nicht so neu.

Sogenannte Doggles haben wir getestet, doch leider haben uns diese überhaupt nicht gefallen. Sie sehen aus wie kleine Schwimmbrillen mit zwei eingerahmten Gläsern. Da ich viel schwimme, weiss ich leider auch wie unangenehm dieser Typ Brille sein kann, Kiwi scheint dem leider zuzustimmen. Diese Rahmen scheinen sehr auf ihre Augen zu drücken und durch die zwei kleinen Rahmen scheint ihr Sichtfeld sehr eingeschränkt zu sein. Es gibt bestimmt Hunde, die mit dieser Brille zufrieden sind und keine Probleme haben sich mit ihr zu bewegen, aber für Kiwi schien diese leider keine gute Lösung zu sein.

Zufälligerweise stiess ich in einem Kommentarfeld einer Hundetrainerin, die nach Sonnenbrillen für kleine Hunde fragte, auf eine Empfehlung. RexSpecs sollten diese heissen. Ein paar Klicks weiter und ich kam auf deren Internetseite. Dort fand ich wonach ich so lange schon suchte, eine solide, vernünftig scheinende Sonnenbrille mit Gläsern von guter Qualität (also Licht und auch UV-Filterung). Die RexSpecs wurden von einem Paar entwickelt, das selbst zwei Hunde mit Augenproblemen hatte. Plötzlich konnten die beiden Hunde nicht mehr überall mit hin und das aktive Leben im Freien war vorbei. Dafür musste eine Lösung her und somit begann die Entwicklung der RexSpecs. Auf der Internetseite findet ihr übrigens eine Üversicht der Verhändler weltweit.

RexSpecs
Die RexSpecs gibt es in unterschiedlichen Grössen, von ganz kein bis ganz gross, aber auch in extra breit für Rassen wie die Französische Bulldogge. Was mir sehr gut an dieser Brille gefällt ist, dass die Brille aus einem grossen Rahmen anstelle von zwei kleinen besteht. Somit hat der Hund ein grösseres Sichtfeld. Dieses ist immer noch etwas eingegrenzt, aber lange nicht so stark wie bei zwei kleinen Kreisen. Der Rahmen der Brille ist aus einem beweglichem Material und luftdurchlässig gepolstert. Mit drei Riemen lässt sich die Brille gut dem Hundekopf anpassen, etwas, was mir bei den anderen Brillen gefehlt hat.

Die Linsen sind aus Polycarbonat und gibt es in unterschiedlichen Varianten: clear, smoke, silver mirror, blue revo und red revo. Die durchsichtige Linse verwendet man in der Eingewöhnungsphase und zum Schutz vor Wind, Wetter und UV-Strahlen, also wenn Licht an sich nicht das Hauptproblem ist. Die anderen Linsen lassen unterschiedlich viel Licht durch. Alle die Linsen von RexSpecs sind mit UV400 gekennzeichnet, was heisst, dass sie vor UV-Strahlen schützen und 99-100% der UVA- und UVB-Strahlung wegfiltern. Die Linsen in der Grösse Large haben sogar einem Belastungstest standgehalten und können somit einiges ab.

Die RexSpecs werden sowohl von Polizei- und Militärhunden in den USA und Hunden, die sportlichen Aktivitäten wie Surfen und Wandern nachgehen, als auch von dem durchschnittlichen Familienhund beim Spazierengehen und Spielen getragen. Die Brille kann auch beim Schwimmen getragen werden, also steht unseren Kajaktouren mit Augenschutz für Kiwi nichts im Wege.

Und als Nächstes eine Handtasche?
Um ganz ehrlich zu sein gefällt es mir wenig meinem Hund eine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich mag Kiwi am liebsten so ganz natürlich, und auch am liebsten ohne Geschirr. Mit ihrer Brille sieht sie aus wie ein kleines Kind, das gleich auf den Skiern den Berg runter flitzt. Ich finde es nicht hübsch und beim Fotografieren werde ich sie grösstenteils abnehmen.
Aber gleichzeitig sehe ich die Notwendigkeit ihre Augen vor starkem Licht zu schützen, denn ich möchte ihr Bestes und da stehen meine Präferenzen an zweiter Stelle. Also, eine Handtasche wird es bei uns nicht als Nächstes geben. Kiwi hat vier Beine, die sie sehr gut zu benutzen weiss und es auch tut.
Wenn aber eine Sonnenbrille ihr das Leben draussen erleichtert muss ich halt mit einem Skibrillen-Hund und eventuellen dummen Kommentaren leben.

Jetzt wird getestet
Kiwi ist bereit!
Unsere Brille ist vor kurzer Zeit angekommen und wir sind noch in der Eingewöhnungsphase, sodass wir die Brille noch nicht ausreichend in allen Lebenslagen getestet haben. Wir halten euch aber selbstverständlich auf dem Laufenden. Eventuell dachte ich, dass wir euch etwas mehr über die Eingewöhnung berichten und vielleicht dazu auch ein paar Videos posten.



Quellen:
RexSpecs
The Benefits of Doggles for Dogs

Ein grosses Dankeschön an Life with Spunky dafür, dass sie  ein paar Bilder für diesen Post zur Verfügung gestellt hat! (A big thanks to Life with Spunky for letting me use some of your photos! You are awesome!)