Sonntag, 25. November 2018

DIY: Ein etwas anderer Adventskalender für den Hund


Jetzt ist es nur noch ungefähr ein Monat bis Weihnachten, überall wird geschmückt und die Meisten haben den einen oder anderen Adventskalender schon im Haus. Auch Kalender für Hunde sind zur Zeit total beliebt. Ich habe bisher nie einen gekauft. Kiwi bekommt ja sowieso jeden Tag etwas Leckeres und bisher hat mich der Inhalt der gekauften Adventskalender mich nicht beeindruckt. Deshalb habe ich mich entschieden lieber einen selbst zu basteln. Ich mag die Idee den Kalender mit gemeinsamen Aktivitäten mit dem Hund zu füllen.

Dieses Jahr gibt es also einen etwas anderen Adventskalender für Kiwi, der mich gleichzeitig mit einbezieht. Wir werden also miteinander Zeit verbringen, das Handy wird still und leise auf einer Kommode im Gang liegen, denn eine bewusste gemeinsame Pause vom Alltagsstress ist selten eine dumme Idee.

Wir werden uns also jeden Tag eine kleine Aktivität vornehmen, die Kiwi besonders gerne mag. Zwar versuche ich ihre Tage generell inhaltsreich und variert zu gestalten, aber noch mehr Bewusstsein und durchdachte Tage schaden nie. Mir ist es wichtig, dass die Aktivitäten dazu alltagstauglich sind, also leicht durchzuführen, denn der Alltag ist für die Meisten stressig und vor Weihnachten besonders. Vielleicht kann der Kalender zum Weitermachen animieren, inspirieren und euch die Wartezeit etwas verschönern.

Der Kalender soll Aktivitäten enhalten, die der HUND mag, also nicht Dinge, die ihr einfach cool findet, sondern wirklich etwas was der Hund gerne macht. Ein Spaziergang in der Nachbarschaft? An einem ganz neuen Ort? Den Garten von Freunden abschnüffeln? Leckerlies suchen? Ein verstecktes Spielzeug finden?

Kein Hund ist gleich, somit findet der eine Hund eine Runde Schnüffeln in der Stadt klasse, der andere möchte aber lieber auf einem Feld nach seinem Spielzeug suchen. Der eine findet andere Hunde und Menschen klasse, der andere will einfach nur alleine mit dem Besitzer durch den Wald zotteln. Versuche Dinge zu finden, die DEIN Hund mag, und vor allem meistert. Dieser Kalender handelt nicht darum so gut wie möglich prestieren, sondern gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen. Qualitätszeit ist wichtig für alle Beziehungen, auch für die zum Hund.

Hier kommen einige Beispiele für den Inhalt unseres Kalenders:

Draussen:
  • "Suche zu Hause"
    an einem ganz neuen Ort spazierengehen
  • am Lieblingsort des Hundes spazierengehen
  • eine abendliche Schnüffelrunde in der Stadt
  • der Hund darf entscheiden wo der Spaziergang lang geht
Aktivitäten mit Freunden
  • den Lieblingsmensch des Hundes besuchen
  • eine Spielverabredung mit dem besten Freund des Hundes
  • ein Spaziergang mit Hunden, die der eigene gerne hat
Drinnen:
  • Kuschelzeit im Sofa
  • Hindernissparcour drinnen/draussen
  • Frühstück in einem Spielzeug
  • ein paar Runden mit einem Intelligenzspielzeug
  • einen Kong mit etwas Leckerem befüllen
  • ein Spielzeug/Futter/Kong verstecken und suchen
  • ein Spielzeug/Futter in Pappschachteln oder/und Klopapierrollen verstecken
  • den Lieblingskauknochen am Samstag
  • Leckerliesuche drinnen/draussen
  • Leckerlies backen (Hund muss Schüsseln säubern und den Teig testen!)
Training
  • Nosework im Stall
  • Nosework bei Freunden
  • einen neuen Trick lernen
  • diesen üben
  • ....
Wie viele unterschiedliche Aktivitäten ihr im Endeffekt wählt ist euch überlassen, einige kann man gerne wiederholen, so dass es zum Schluss 24 sind. Es ist nicht unbedingt einfach auf 24 unterschiedliche zu kommen.

Jetzt lässt du deiner Kreativität freien Lauf und bastelst einen Kalender. Du kannst zum Beispiel ein leeres Glas nehmen und es mit 24 kleinen Zettelchen füllen. Auf jedem Zettel steht eine Aktivität, die ihr dann im Laufe des Tages machen müsst. Eventuell kannst du auch einfach eine Liste schreiben und jeden Tag eine Linie wegstreichen. Oder einen Paketkalender mit einem Zettel und Leckerlie für jeden Tag.

Ich habe ein leeres Glas gewählt und es mit kleinen Zetteln gefüllt. Rote und goldene Pappe hatte ich noch, eine kleine Holzfigur und künstlichen Schnee auch, somit konnte ich das Glas etwas verschönern. Das brauchst du aber nicht, der Inhalt ist am Wichtigsten.

Die Aktivitäten, die draussen stattfinden, habe ich markiert. Somit kann ich es umgehen diese an gangz kalten Tagen zu ziehen. Bei uns ist es nämlich inzwischen so eisig und Kiwi hat so schlechte eingebaute Wärme, dass ich darauf Rücksicht nehmen muss. Falls der Dezember meint so richtig kalt zu werden, habe ich auch ein paar extra Zettel mit Innenaktivitäten. Im Allgemeinen habe ich aber versucht eine gute Mischung zu finden. Ein paar Aktivitäten gibt es doppelt, zum Beispiel Kiwi die Runde entscheiden zu lassen. Einige beinhalten, dass Freunde Zeit haben. Natürlich wird das nicht immer passen, an solchen Tagen wird dann einfach die Absprache für einen anderen Tag gemacht und ein neuer Zettel gezogen. Am Tag der Absprache hüpft man dann einfach über das Zettelziehen.

Ich denke Kiwi wird das gefallen, und ich hoffe natürlich euch auch. Viel Spass beim Basteln! Zeigt uns gerne eure Ergebnisse und komtm auch gerne mit Ideen für mehr Aktivitäten. Eine schöne Vorweihnachtszeit!



Samstag, 24. November 2018

Spielverbot ist kacke!

Nix mit Spielen!
Leute Leute, ich sag euch, Spielverbote sind beschi****. Ich darf im Moment nur ganz normal spazierengehen, auch frei, aber nicht mit anderen Hunden toben. Nur etwas in der Gegend rumwackeln und schnüffeln.

Heizdecke und Schlafen!
Warum? Weil mein Rücken wehtut und meine Physio das so angeordnet hat. Mama muss natürlich drauf hören. Ich wurde gut durchgeknetet und danach war es besser, muss aber zurück und erst einmal etwas vorsichtig sein. Dazu muss ich auch noch langweilige Übungen machen und ganz regelmässig schwimmen. Ich krieg selbstverständlich ganz viele Leckerlies dafür, aber trotzdem, ich will toben, hüpfen und klettern! Ins und vom Sofa und auch Bett darf ich auch nicht selber springen, wie gut, dass ich noch selbst aufs Klo darf.

Mama meint, ich soll nicht so meckern. Es ist nämlich arschkalt draussen, bis zu -9 Grad haben wir zur Zeit, und da will ich doch sowieso nicht gross mit raus. Ausserdem hätte sie den Eindruck ich würde extra Zeit unter der Heizdecke, leichte Massagen und extra Leckerlies geniessen. Ja also...das stimmt ja schon...so ein bisschen. Sie könnte mir aber ruhig etwas mehr Trostfutter geben!

Naja, ich muss da wohl einfach durch. Nächste Woche habe ich einen neuen Termin. Hoffentlich darf ich dann wieder rasen und machen, was ich will. Drückt mir die Krallen!



Sonntag, 4. November 2018

Die graue Magie des Novembers



Wie ein paar von euch ja wahrscheinlich schon auf Instagram gelesen haben, ich hab da ja jetzt meinen eigenen Account, sind wir im Moment mal wieder bei Tante B und passen auf die Chaoten im Haus auf. Dieses Mal sind das auch wirklich so richtige Chaoten. Einmal haben wir ja den grumpy grandpa, also den grummeligen Hundeopa, der eigentlich nur noch pennt, ab und ein bissel futtert und ganz viel schusselt. Alt halt. Und dann hat das jüngere Fräulein im Haus sich ihr Auge angeditscht, so das sie jetzt mit einem Lampenschirm um Hals durch die Gegend watschelt und überall anstösst. Leise anschleichen ist da nicht, wir wissen jetzt immer wo genau sie ist. Das Auge muss regelmässig versorgt werden, somit hat Mutti gut was zu tun. Praktisch, dann kommt die nicht auf allzu doofe Ideen und wir haben unsere Ruhe. Oben sind dann auch noch die zwei Kratzen, die immer wieder meckern weil sie meinen zu verhungern. Tun sie natürlich nicht, aber ihr wisst ja wie die so sind.


Das Wetter ist echt sehr bescheiden, kalt und grau, und vor allem nass! Richtig eklig also. Trotzdem schleppt die Olle uns mit raus, sie meint wir müssten die Möglichkeiten eines grossen Geländes doch nutzen, wenn wir schon mal hier sind. Ausserdem sei das ja sooo eine magsiche Stimmung draussen und das bisschen Regen  nun kein Weltuntergang. Gut eingepackt in Gummistiefeln, Regenhose und dicker Jacke lässt sich das natürlich einfach sagen. Wir haben zwar das Angebot auch unsere Regenkleidung anzuziehen, lehnen aber dankend ab, wir sind ja nicht aus Zucker. Dass wir danach frieren wie zwei Eiszapfen geben wir natürlich nicht zu.

Wir bleiben noch bis morgen hier und dann geht es wieder nach Hause. Ich glaube besonders Leela ist da froh drüber, die findet so einen Trichterkopp etwas unheimlich, vor allem wenn der anfängt seinen Unmut in Form von Lauten mitzuteilen. Ich find es klasse hier, ganz viel Platz zum Rennen, gutes Futter (wir müssen den Opa ja immer etwas bestechen um seine Medikamente in ihn rein zu schummeln) und Kratzen zum Ärgern. Ausserdem ist es sonst relativ entspannt, wir haben ein bisschen was zu tun, aber Mutti schreibt viel und da können wir gut chillen.

Heute findet Mutti, dass wir noch einmal ein bisschen raus sollten um ein paar Bilder zu machen, und uns auszutoben. Etwas später kommt nämlich jemand, der Hilfe beim Krallenschneiden braucht und das kann sie gerne alleine machen. Der Abend wird wieder ruhiger, ich denke eine Serie oder ein Film könnte ganz gut passen. Morgen kommen die Hausherren ja schon wieder und wir fahren heim, also werden wir vielleicht auch ein bisschen von dem Chaos, was wir angerichtet haben, beseitigen. Jetzt muss ich aber erst einmal mein Frühstück, ja - ich habe heut lange geschlafen, verdauen.

Euch also einen schönen Tag und falls ihr es ncoh nicht gesehen habt: Ich habe jetzt auch eine ganz eigene Seite auf Facebook. Denkt dran diese zu liken, dann kriegt ihr immer alles mit!



Mittwoch, 24. Oktober 2018

Winter kann mich mal!

So finde ich Kälte!
Vor einer Stunde waren es noch Minusgrade! MINUS Leute! Nicht nur unter 8 Grad, was ja schon eine Zumutung ist, sondern MINUS! Ich will umziehen, zurück nch Mexiko, meinetwegen auch gleich Afrika. Obwohl, in Afrika trampelt mich noch ein Elefant platt oder ich werde von einem Löwen gefressen...Also lieber Mexiko. Sprachen kann man ja lernen.

Mama findet ich übertreibe und ich kann doch einfach meinen Mantel anziehen. Aber mal ehrlich, wurde ich dafür geschaffen im Schnee zu leben oder Mäntel anzuziehen, nein! Also bin ich weiterhin der Meinung, dass wir für den Winter in den Süden ziehen. Ganz abgeneigt von der Idee ist Mama ja nicht, nur sei das nicht ganz so einfach. Naja, zumindest werden wir wohl einen kleinen Teil des Winters wieder in Deutschland verbringen, sagt sie. Das ist ja schon einmal etwas.

Ich habe mich jetzt wieder schön in mein Lammfell gekuschelt und werde mein Frühstück verdauen. Draussen war ich natürlich schon, aber ich sag euch, lange Runden im Garten sind jetzt vorbei! Und auch lange Spaziergänge kann sie vergessen, jetzt muss sie sich andere Aktivitäten einfallen lassen.

Wie kommt ihr denn immer so durch den Winter? Streikt ihr so wie ich? Zwingen sie euch raus oder habt ihr ein Katzenklo? (Das diskutiere ich im Moment sehr stark mit ihr!)

Eisige Grüsse von hier oben erst einmal,
eure Kiwi

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Organspender - oder nur die Warnweste vergessen?


So meine Lieben, wir müssen mal ein ernstes Wort miteinander reden. Ich habe nämlich gemerkt, dass ihr da in Deutschland etwas schlecht drin seid (und natürlich gibt es immer auch die, die das schon super drauf haben, die dürfen aber trotzdem fleissig lesen und teilen).

Es ist unheimlich wichtig im Dunkeln gesehen zu werden, sowohl als Mensch als auch als Hund. Es kann euch ja egal sein ob ihr gesehen werdet, schliesslich seid ihr ja «erwachsen», aber auf euren Hund und die Zweibeiner in Miniausgabe solltet ihr etwas besser aufpassen. Leider sehen wir nämlich jedes Mal, wenn wir in Deutschland und im Dunkeln unterwegs sind, sehr sehr wenige Reflektoren. Und das natürlich nicht nur bei Hundehaltern. Oft treffen wir Eltern mit Kinderwagen ohne jegliche Reflektoren, aber besonders auch Fahrradfahrer. Ich verstehe nicht, dass die nicht Schiss haben irgendwann einmal überfahren zu werden, aus dem einfachen Grund, dass man sie zu spät gesehen hat. Hier in Norwegen blitzt und leuchtet es fast überall, zumindest in der Gegend hier. Warnwesten, Reflektoren an den Schuhen, an Beinen und Armen, oder irgendwas was leuchtet. Hier sind die Leute echt um einiges fitter und ich frage mich echt warum. Ist es so peinlich sichtbar und somit etwas safer zu sein, oder seid ihr einfach zu faul?

Immer wieder höre ich Mama fluchen, wenn wir im Dunkeln mit dem Auto unterwegs sind und wieder ein Fussgänger oder Fahrradfahrer plötzlich im Schwarzen vor uns auftaucht. Anscheinend hat auch Mama keine Lust jemandem umzufahren nur weil man ihn nicht sehen konnte. Ich gehe davon aus, dass es den meisten von euch auch so geht.

Zwar sehen wir immer wieder Hunde mit Leuchthalsbändern, aber die lieben Besitzer scheinen sich nicht gleich viel um ihre eigene Sicherheit zu scheren. Vielleicht denken sie auch einfach nicht darüber nach? Haben die Pläne eine Karriere als Organspender anzugehen?

Ich weiss es nicht, aber ich weiss und finde, dass da eine riesen Verbesserungsmöglichkeit besteht.

Wir haben relativ viele Reflexsachen im Haus. Für mich als auch für Mama. Sehen wir etwas lustig aus, wenn wir raus wollen? Vielleicht. Stört uns das? Nö! Solten wir überhaupt darüber nachdenken? NEIN! Warum? Weil Sicherheit einem niemals peinlich oder unangenehm sein sollte!

Falls ihr ein paar Tips für Produkte braucht kommen hier welche:

Reflektoren für den Hund
Findet ihr in jedem Tierfachhandel oder im Internett. Dort gibt es Warnwesten für Hunde, Warnhalstücher und ganz viele kleine und grosse Leuchthalsbände oder Lichter die man an dem Hund befestigen kann.Und allzu teuer muss das alles auch nicht sein. Übrigens kann man sich auch seine eigene Warnweste für den Hund basteln.

Reflektoren für den Menschen
Ganz normale Warnwesten findet ihr wahrscheinlich an jeder Tanke, in einem Autofachgeschäft oder in irgendwelchen Billigläden. Dort gibt es oft auch andere Reflektoren. Sonst gibt es die auch im Internet. Natürlich könnt ihr auch hier zwischen Farben und unterschiedlichen Designs wählen, im Endeffekt ist es nur wichtig, dass ihr sie auch benutzt und dass sie euch sichtbar macht.

Habt ihr jetzt noch gute Ausreden, dann her damit! 

Wenn nicht, hoffen wir, dass wir euch etwas anregen, anstupsen oder erinnern konnten und ihr in Zukunft etwas besser auf euch, eure Vierbeiner und Miniausgaben aufpasst. Wir möchten euch doch nicht verlieren! Und an die, die schon gaz feissig sichtbar duch die Welt wandern: Weiter so!

Mittwoch, 26. September 2018

Besuch vom Windelschubser

Woohoo, jetzt ist endlich der lang ersehnte Besuch aus Deutschland da: Mama's Neffe, ihre Schwester und ihre Eltern. Mama ist glücklich und so zufrieden endlich wieder Zeit mit dem Kleinen verbringen zu können. Und der Kleine findet es auch ganz toll endlich wieder mit seiner Tante zusammen zu sein, er ruft sogar ganz oft nach ihr, wenn sie nicht da ist. Leela und ich finden das alles ganz nett, Besuch ist immer gut und ich mag den Kleinen mit seinem dicken Windelpo ja. Irgendwie komisch, oder? Da findet man die meisten Kinder so naja...ok...wenn sie was Leckeres haben und gut kraueln können...und dann kommt so ein kleiner Pupser in die Familie und schwupps ist es passiert.
Ich bin einfach zu schwach! Was mir aber auffällt ist, dass dieser Windelzwerg doch echt meint er könnte seine Tante für sich alleine haben und mich von ihrem Schoss runter schubsen. Frechheit! Aber Mama sagt, dass auch weiterhin für alle Platz auf ihrem Schoss ist. Und somit sitzen wir jetzt einfach alle auf ihren Beinen und lassen diese taub werden.

Spät am Samstag kamen die alle endlich bei uns auf der Hütte an. Die Fähren fuhren nicht, so dass sie viel später als geplant ankamen. Eine Nacht in Dänemark verbrachten sie auch, bevor sie dann eine ganz andere Fähre nahmen und über Schweden zu uns kamen. Wir waren dann schon oben und hatten die Hütte aufgewärmt, denn so ein Windelpo muss es ja warm haben. Am Sonntag haben die ausgepackt und alles an ihren Platz geräumt. Mama, Tante und der Windelpo sind eine Runde mit uns spazierengegangen und alle waren ziemlich früh im Bett. Wir haben übrigens voll viel Cooles aus Deutschland mitgebracht bekommen und sind für die nächsten Jahre mit Kauartikeln versorgt.

Am Montag waren wir eine Runde wandern und haben die Kinderkarre des Windelschubsers mal so richtig offroad getestet, über Stock und Stein! Das hat auch ganz gut geklappt. Der Windelschubser ist ein bisschen selbst gelaufen, da war das mit dem Wandern (also Vorwärtskommen) so eine Sache, dann wurde er von Tante, Mama und Opa getragen und hat zum Schluss in seiner Kinderkarre geschlafen und wir konnten endlich marschieren. Wieder zurück auf der Hütte wollte er im "Uota" (=Auto) "Tatu" machen, also rumfahren. Das hat Tante natürlich mit ihm gemacht, wir waren selbstverständlich dabei, damit die Beiden die Geschwindigkeitsgrenze auch ja nicht überschreiten. "Tatu tata" singend sind wir dann also mit ungefähr 10 Kilometern die Stunde den Weg zur Hütte rauf und runter gefahren. Wie gut, dass uns keiner gesehen hat!

Am Nachmittag sind wir schliesslich nach Hause gefahren und die Anderen zum Duschen nachgekommen. Der Windelschubser wurde schnell geduscht und dann von seiner Tante abgetrocknet und wieder verpackt. Ich hab ihn mir noch mal etwas gründlicher angeguckt, so ohne seine Windel ist der ganz schon nackig. Gut angezogen und sauber hat er dann mit seiner Tante gespielt, während seine Mama endlich mal in Ruhe duschen konnte. Das scheint nämlich nicht so oft zu passieren. Solche Windelschubser sind scheinbar echte Kletten. Ich habe mich dazu gesetzt und denen zugeschaut. Zwar muss man echt etwas aufpassen, dann mit der noch etwas unstabilen Körperkontrolle des Windelschubsers kann schnell mal ein Spielzeug durch die Luft fliegen. Das kenne ich aber schon von Leela, die schmeisst andauernd ihre Spielzeuge oder Kauartikel durch die Luft, und lass mich davon wenig beeindrucken. Mama passt natürlich ganz doll auf, dass ich keine Spielzeuge auf den Kopf bekomme oder der Pupser auf mir landet, wenn er die Balance verliert.
Ab und zu dreht er sich zu mir um und sagt "Ei", da will er mich anpatschen. Das müssen wir noch etwas üben, sein Gekraule ist noch nicht perfektioniert. Aber ich denke mal so ein oder zwei Jahre und der füttert und krauelt wie ein Weltmeister.

Gestern waren die alle shoppen, wir haben im Auto geschlafen. Das ging wohl auch wieder sehr sehr schnell voran mit dem Pupser, aber Mama fand zum Schluss irgendwo ein Autoeinkaufswagen und dann ging das Shoppen richtig gut. Was gegessen haben sie auch (da hätten sie uns mal mitnehmen können!) und der Kleine hat lieb Küsschen verteilt. Im Kinderladen waren sie auch, also da wo man Spielzeuge (keine Kinder) kaufen kann. Da waren Mama und er sogar rutschen. So wirklich gross geshoppt hat aber keiner, Mama hat mit dem Kleinen im "Uota"ein paar Kuschelpullover gekauft und Tante sich einen Frozen Yoghurt geholt. Opa auch, und Oma hat ein Softeis gegessen. Das hat der Windelschubser ihr dann erst einmal weggefuttert. Mama isst sowas im Moment nicht, die ist auf Diät. Danach war Mama erst einmal gut platt, hat noch schnell etwas zu essen eingekauft und ist dann mit uns nach Hause. Die Anderen waren noch in einem anderen Laden, haben auch etwas zu futtern eingekauft und sind dann wieder zurück auf die Hütte.

Wir haben eine kleine Runde geschlafen und dann habe ich Mama geweckt, damit sie uns was zum Abendessen macht. Den Abend haben wir dann mit neuen kreativen Ideen verbracht, Mama näht mir nämlich ein neues Geschirr.

Dazu aber später mehr, jetzt müssen wir sie zur Physiotherapie bringen. Euch einen schönen Tag!

Montag, 17. September 2018

Nähanleitung: Mantel für den Hund



Da Kiwi irgendwie keinem der Standardformate für Hundemäntel entspricht, und ich gerne meine Kreativitet herausfordere, zeige ich euch in diesem Eintrag wie ich ihre Mäntel nähe. Inzwischen sind es einige Exemplare für sie, sowohl auch ein paar andere Hunde, geworden. Dieser Mantel, den wir gleich nähen, ist relativ einfach und schnell genäht. Zwar habe ich über die Jahre doch einige kleine Änderungen an Kiwi's Muster vorgenommen, aber so viel hat sich nicht geändert.

Ich möchte für meine Hunde Kleidung, die gut sitzt, ein bisschen was aushält und vor allem ihren Zweck erfüllt. Inzwischen nähe ich sehr viel in Wolle, da Wolle gut wärmt und auch nass diese Funktion nicht verliert. Auch ihre Pfotensocken sind in Wolle. Bei einigen Mänteln habe ich Gore-Tex als äusserste Schicht, um  auch eine wasserabweisende Funktion hinzuzufügen. Wir haben aber auch ein paar Mäntel in nur Fleece oder Kombination mit Dore-Tex. Den Mantel, für den ich euch heute eine Anleitung zeige, habe ich in solch einer Kombination genäht.

Bei dem Design des Mantels sind euch keine Grenzen gesetzt. Wählt den Stoff (oder die Stoffe) und die Farben die ihr gerne mögt, näht schicke Knöpfe drauf oder bestickt sie. Solange der Mantel den Hund wärmt oder vor Regen beschützt ist das Meiste erlaubt. Ich mag Lilatöne und kleine Verzierungen, aber zu viel Glitzer und zu kitschig ist eher nicht mein Ding. Kiwi ist schon sehr gemustert, so dass ich einfarbige Stoffe an ihr angenehmer finde. Zu viele Perlen passen nicht zu ihrem Image, aber auf ein paar konnten wir uns einigen. 

LOS GEHT 'S!
Machen wir uns ans Werk. Das hier braucht ihr:
  • eine gute Schere, ein Massband, Stift und Papier (Backpapier funktioniert super)
  • Stoff für den Mantel (hier habe ich Gore-Tex für die äussere Schicht und Fleece für das Futter verwendet)
  • Nähnadeln
  • Klettverschluss
  • Nähmaschine
  • eventuell ein paar Knöpfe oder Perlen

1. MUSTER ZEICHNEN
Um einen Mantel für genau deinen Hund nähen zu können müssen wir uns natürlich ein Muster basteln, und dazu brauchen wir ein paar Masse. Wenn der Hund schon einen Mantel hat mit dem du sehr zufrieden bist kann dieser gerne als ein Ausgangspunkt verwendet werden, eventuell mit ein paar Anpassungen. Sonst musst du dir deinen Hund und das Massband schnappen und einmal von vorne bis hinten vermessen.

Für den Mantel brauchen wir 3 Stücke. Auf der Abbildung habe ich diese aufgezeichnet. Ich bevorzuge ein Halsstück an dem Mantel, man muss es aber nicht haben. Denkt dran, dass ihr den Stoff doppelt legen müsst, wenn ihr den Hauptteil ausschneidet (Entlang der Linie A faltet ihr den Stoff).

Diese Masse braucht ihr:

Hauptteil
  • Rückenlänge A bis B (Nacken bis Schwanzansatz)

  • Wie weit runter der Mantel auf dem Oberschenkel des Hundes runterhängen soll, also von oben auf dem Hintern und runter

  • Genau das Gleiche vorne auf der Schulter

  • B bis C ist cirka der halbe Umfang des Halses

  • C bis D messen wir unterhalb des Kinns bis zum Brustbein cirka

  • D bis E ist die Rückenlänge plus das, was über den Hintern des Hundes hängen soll
Bauch-/Brustteil
  • Von der Brust bis dahin messen, wo das Bauchstück aufhören soll (bei Hündinnen kann das gerne etwas länger sein um den ganzen Bauch zu bedecken)

  • Abstand zwischen den Beinen messen, um die Breite des Stückes zu bestimmen

  • Einmal um die dickste Stelle des Brustkorbes messen und ein paar Centimeter dazu geben

  • Wie breit der „Streifen“ um den Bauch sein soll ist eine Geschmackssache, bei Rüden daran denken, dass mitten auf dem Bauch etwas hängt und das genug Platz braucht 
Halsstück
  • Umfang des Halses ausmessen, beziehungsweise kann man hier frei wählen ob das Stück geschlossen oder offen sein soll. Soll es geschlossen sein, muss das Stück mindestens die Länge des Halsumfangs haben (bei grossen Köpfen des Kopfumfang) und gerne ein paar Centimeter mehr, so dass das Stück nicht zu eng ist.

  • Die Breite des Stückes sollte angenehm für den Hund sein, für viele Hunde reicht die Länge des Nackens
ACHTUNG! An die Nahtzugabe denken, sonst wird der Mantel zu eng. Fällt es dir schwer auf weissem Papier zu zeichnen kann kariertes Papier besonders für die Linien besser funktionieren.

2. STOFF ZUSCHNEIDEN 
Das Muster ist fertig, jetzt zeichnen wir auf dem Stoff auf und schneiden unsere Stücke aus. Denkt dran den Stoff für das Hauptteil doppelt zu legen. Auch brauchen wir jedes Stück in beiden Stoffen. Also in Gore-Tex und in Fleece. Wenn man keine Fütterung, beziehungsweise doppelte Schicht möchte, verwendet man natürlich nur den einen Stoff.

3. SCHICHTEN ZUSAMMENNÄHEN
 Wenn du zwei Stoffe gewählt hast musst du die beiden Schichten zusammennähen. Hier hast du zwei Möglichkeiten. Entweder nähst du die beiden Stoffe einfach auffeinander und benutzt dann ein Zierband für die Kante, oder du nähst sie auf rechts, lässt ein kleines Stück ungenäht und stülpst sie dann um. Ich mache letzteres. Pass gut auf, dass die beiden Stoffe gut und vor allem überall zusammenhängen, so umgehst du es später kleine Löcher zu entdecken.

4. PROBIEREN, PROBIEREN, IRGENDWANN KLAPPT ES
Jetzt haben wir alle die Stücke, die wir brauchen, und können mit der Näherei beginnen. Schneid die zwei Mal zwei Streifen mit Klettverschluss zurecht, den brauchen wir für die Brust und den Bauchstreifen.

  • Teil 1 und 2 aneinander nähen, gleichzeitig kann der Klettverschluss vernäht werden. Du kannst aber auch Beides einzeln machen. Denk daran die andere Seite des Verschlusses auch anzunähen.

  • Klettverschlüsse an den Enden des Bauchstreifens festnähen.

  • Den Kragen/Hals montieren und festnähen

  • Wenn du zum Beispiel Reflektorenstreifen auf dem Mantel möchtest, können diese jetzt befestigt werden. Es gibt welche die kleben, meiner Erfahrung nach sitzen diese aber eher schlecht. Ich habe sie einfach angenäht.

  • Damit der Mantel am Hinterteil etwas besser anliegt, habe ich zwei Faltkanten am Ende des Mantels genäht. Auch kann man auf der Innenseite des Mantels ein Gummiband festnähen, was dann um das Bein des Hundes liegt und den Mantel enger am Körper liegen lässt.

  • Dann wird verziert. Ich wollte ganz gerne, dass der Mantel hinten an den Beinen etwas schwerer ist, so dass er an den Hinterbeinen gut hängt. Dafür habe ich ein paar Perlen verwendet und den Mantel bestickt. 

    Knöpfe, Stoffetzen oder anderes kann dem Mantel einen coolen Look geben, lasst eurer Kreativität freien Lauf!


So, der Mantel ist jetzt fertig und ich hoffe ihr zufrieden!